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Alleskönner dürfen nach Atlanta

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Von Oliver Langemeyer

Hopsten. Der Traum geht weiter: Die „Alleskönner?!“ aus Hopsten haben auch den internationalen Mehrkampf der „First Lego League“ (FLL) in Triberg im Schwarzwald gewonnen. Wieder einmal waren die fünf Mädchen und drei Jungen von der Ketteler-Realschule nicht zu stoppen. In der Gesamtwertung setzten sich die Hopstener gegen 37 Teilnehmer aus ganz Deutschland, aus Ungarn und der Schweiz knapp durch. Jetzt darf die Gruppe vom 17. bis 19. April 2008 sogar an den „Weltspielen“ des FLL-Wettbewerbs in Atlanta in den USA teilnehmen. Dort werden 84 Teams aus alles Welt an den Start gehen.

„Das ist ein Riesenerfolg“, sagte Lehrer Ulrich Berk, der die Schülergruppe leitet. Auch Schulleiter Hubertus Drude ist mächtig stolz auf seine Schüler. „Das ist eine ganz außergewöhnliche Geschichte.“ Der Schulleiter nahm gestern bereits Kontakt zum Schulministerium auf, um Unterstützung für den Flug nach Übersee zu organisieren. Bis Weihnachten wollen die „Alleskönner?!“ um Kirill Skritniks, Steffen Roling, Anna Weßling, Louisa Lammers, Theresa Klostermann, Ann-Christin Klausing, Dorothea Rammes und Reiner Scholz jetzt aber erstmal entspannen, sagt Lehrer Berk. Dann soll die anstehende Reise aber schon bald vorbereitet werden. Dabei gehe es vor allem um die Finanzierung der Reise und die Suche nach Sponsoren.

Es war ein aufreibendes Auf und Ab beim Mehrkampf im Triberger Kurhaus. Mit ihrer Forschungspräsentation kamen die Schüler erneut auf den ersten Platz. Wie berichtet hatten sie ein Konzept erarbeitet, bei dem das Hopstener Schulzentrum Wärme von der Biogasanlage am Hauernweg bekommen könnte. Die Jury habe vor allem die analytische Vorgehensweise der Realschüler gelobt, berichtet Berk. Außerdem sei die Wärmeversorgung mit Biogas ein Projekt, dass der Schulträger, sprich die Gemeinde, schon heute umsetzen könne.

Die „Alleskönner?!“ mussten aber in drei weiteren Kategorien ihre Fähigkeiten beweisen. Nicht ganz so gut lief es beim Roboter-Wettbewerb. Dabei mussten die Schüler Lego-Computer „Bruno“ wieder so programmieren, dass er bestimmte Aufgaben in einer vorgegebenen Zeit lösen konnte. Nachdem die erste Runde schief gegangen war, machte die Raumtemperatur den Hopstener Schülern im zweiten Durchgang einen Strich durch die Rechnung. Berk: „Durch die Wärme im Raum wellte sich die Spielfläche.“ Roboter „Bruno“ konnte sich nicht wie gewünscht bewegen. „Das gab ziemlich lange Gesichter“, so der Lehrer. Aber die Schüler programmierten „Bruno“ kurzerhand um und holten 390 von 400 Punkten. Das Viertelfinale verfehlten sie aber um fünf Punkte.

In der Kategorie „Robot-Design“ holten die Hopstener wieder den zweiten Platz. Außerdem mussten sie in der Sparte „Teamwork“ eine Legofigur aus der Erinnerung nachbauen. Aufgrund des Ausscheidens im Roboter-Wettbewerb hatte letztlich keiner wirklich mit dem Gesamtsieg gerechnet. Um so größer war die Freude bei der Siegerehrung. „Da gab‘s nur noch strahlende Gesichter“, sagt Berk. Auch der Jubel bei den mitgereisten Eltern war natürlich groß. „Wir hatten die größte Fangruppe“, erzählt der Lehrer, der bei der Betreuung der Schülergruppe von seiner Frau Hannelore unterstützt wurde. Erschöpft, aber überglücklich kamen die Hopstener in der Nacht wieder im Töddendorf an.

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