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Aloha From Hell: Vier Brüder und ihre Schwester

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<1>Aloha-From-Hell-Sängerin Vivi ist gerade zurück aus der Schule, als sie mit Michaela Töns über ihre Band und das Debüt „No More Days To Waste“ spricht.

Schule und Musik: Wie geht das denn zusammen?

Vivi: Klar, ein bisschen Stress ist immer dabei, aber man macht’s ja gerne. Ich hab von Anfang an gesagt, dass ich auf’s Gymnasium möchte und ich hab mir zum Ziel gesetzt, dass ich beides durchziehe. Bisher klappt das echt wunderbar. Auftritte sind am Wochenende, in den Ferien.

Was findet man im Moment auf deinem MP3-Player?

Vivi: Das ist ganz gemischt. Jetzt ist noch ganz viel Electro und Dance von Silvester drauf, und ich und meine Freundinnen sind totale Fans. Aber auch Rockmusik wie Die Happy oder die Killers.

Ich hätte ja auf Avril Lavigne getippt . . .

Vivi: Gar nicht.

Als ich euren Sound gehört habe, habe ich an sie denken müssen. Ist das jetzt gut oder schlecht für euch?

Vivi: Natürlich sieht man das erst einmal als Ehre an. Es ist schon sehr oft gesagt worden, dass ich ihr sehr ähnele. Ich glaube, es liegt daran, dass wir beide blond sind und vielleicht nicht die Größten.

Mögt ihr es, verglichen zu werden?

Vivi: Mehr oder weniger. Das macht man ja automatisch, wenn jemand neu ist. Wir würden nie sagen, dass es total schrecklich ist, beziehungsweise wir wurden noch nie mit jemanden verglichen, von dem wir sagen: „Oh mein Gott, das war jetzt kein schöner Vergleich.“

Ihr seid ganz neu im Musikgeschäft. Was beeindruckt euch daran am meisten?

Vivi: Ich finde, man kann sich überhaupt kein Bild davon machen, bevor man nicht wirklich drin ist. Was ich so krass finde: wie viele Leute an einem Projekt arbeiten. Wie viel Energie, wie viel Kraft, wie viel Emotion in uns reingesteckt wird. Es dauert ein bisschen, bis man das alles versteht und realisiert.

Glaubt ihr, ihr habt auch ein bisschen Verantwortung?

Vivi: Ja, natürlich haben wir die. Es wird sehr viel in uns gesteckt. Sie glauben ja an uns. Wenn wir schlappmachen und es nicht genauso ernst sehen würden, würden die natürlich sagen „Dann bringt das auch nichts“. Wir haben definitiv die Verantwortung, dass wir sehr ernst an die Sache herangehen.

Hast du schon etwas erlebt, was ohne Plattenvertrag nicht möglich gewesen wäre?

Vivi: Man lernt natürlich ganz andere Leute kennen, ist auf ganz andere Partys eingeladen und feiert mit anderen Leuten. Wir waren an Silvester in Berlin, hatten einen Auftritt am Brandenburger Tor und sind auch zu einer After-Show-Party gegangen. Da waren Wilson Gonzalez, Jimi Blue und deren Freunde, von denen ich auch einige kenne. Gegenüber von uns saßen Queensberry. Das war echt cool.

<2>Fühlt es sich für euch jetzt anders an, eine Band zu sein?

Vivi: Ja natürlich, wir sind viel mehr zusammengewachsen innerhalb der Band. Wir sind eine richtige Familie geworden. Es hat sich in den letzten zwei Jahren sehr verändert.

Vier Jungs, ein Mädchen. Wer ist denn bei euch der Chef?

Vivi: Bei uns gibt es zum Glück keinen Chef. Wir haben gesagt: Das geht nicht gut, wenn einer von uns sagt, was abgeht. Jeder hat sein Ding, bei dem er die Nase vorn hat. Wir sind oft auf einer Ebene und können uns schnell einigen.

Fühlen sich die Jungs als deine Beschützer?

Vivi: Ab und zu glaube ich schon. Die passen dann schon auf mich auf, aber es ist nicht so, dass sie mich wie eine kleine Prinzessin behandeln. Wir haben eher so ein Geschwister-Feeling.

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