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Schützenfeste im Kreis Steinfurt

Alte Werte zählen noch

Sabine Niestert

Laer. Natürlich kann ein elfköpfiger Festausschuss das auch nicht alleine schultern. Um den 125. Geburtstag vorzubereiten, bedarf es der Unterstützung aller Verantwortlichen und vieler helfender Hände. Eine besondere Rolle kommt dabei den Frauen der Sebastianer zu, die ihre Männer ziehen lassen, „auch wenn Zuhause viel zu tun ist“.

Ihnen und allen, die sich für das Jubiläum und die Schützenbruderschaft eingesetzt haben, dankte Vorsitzender Ralf Kösters während des Festkommers am Samstag. Dazu waren über 200 Gäste ins Vereinslokal „Zum Treffpunkt“ gekommen, um dem Jubilar zu gratulieren. Der präsentierte sich von seiner besten Seite und freute sich über die zahlreichen „Flachgeschenke“, mit denen die Vertreter örtlicher Vereine, und Institutionen ihre Aufwartung machten.

Eine Gegeneinladung zum 125-jährigen Bestehen der Volksbank in zehn Jahren sprach Vorstand Christian Wahnschaffe aus, der ebenso wie Bürgermeister Dr. Hans-Jürgen Schimke die reich bebilderte Festschrift lobte. Das gelungene Werk gehöre in jede Laerer Hausbibliothek, lautete nur eines der Komplimente an die Macher.

Dass sich der Festausschuss die zahlreichen Aufgaben aufgeteilt hat, erklärte Clemens Kauling. Der zweiten Gruppe, unter dem Vorsitz von Tönne Mersmann gehörten ihr Clemens Lütke Brinkhaus, David Potthoff, Thomas Schülke und Thomas Veltrup an. Sie hatten die Einladung der auswärtigen Vereine übernommen und den Sternmarsch vorbereitet, zu dem am kommenden Sonntag (3. Juni) immerhin zwölf Schützenvereine und sechs Musikzüge in Laer erwartet werden. Das bereits im Festbuch genannte Sextett habe sich um die Dokumentation, den Kommersabend, das Konzert der „6-Zylinder“ und das Kaiserschießen – dieses dürfte mit 30 möglichen Anwärtern von Königen recht spannend werden – gekümmert. Unterstützung habe es vom Offizierskorps, Vorstand und Mitgliedern gegeben. Seit zwei Jahren liefen die Vorbereiten bereits, betonte Festausschussvorsitzer Kauling.

Belohnt wurden alle Mühen bereits während der Auftaktveranstaltung. Diese machte deutlich, dass die traditionellen Werte „Sitte“, „Glaube“ und „Heimat“ auch heute noch zählen. Das betonte Präses Pastor Martin Peters, der vor dem Hintergrund des Pfingstfestes an den Jubilar appellierte, „im Geist Jesu die Welt zu gestalten“. Dass die Sebastianer sich auch erfolgreich den neuen Herausforderungen gestellt hätten, machten Landesbezirksbrudermeister Werner Aselmann, Diözesanbrudermeister Peter Heeß und Bezirksbrudermeister Wolfgang Tischer von den Historischen Schützenbruderschaften deutlich, die die Godene Hochmeisterplakette und ein Fahnenband überreichten. Mit Plaketten wurden zudem die Kaiser Paul Bödding (1982), Franz Exner (1992) und Felix Blömer (2002) geehrt.

Für den Höhepunkt des Abends sorgten der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Laer unter der Regie von Axel Suttorp und das Blasorchester unter Leitung von Thorsten Fritsch, die auf dem Rasenplatz des Marienhospitals den Großen Zapfenstreich präsentierten. Das militärische Abendsignal faszinierte zahlreiche Bürger, die die Musik vor herrlicher Kulisse im Fackelschein genossen. Viele Schaulustige hatten zuvor auch den Umzug zum Kriegerehrenmal verfolgt. Dort legten die Sebastianer zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege einen Kranz nieder.

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