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Am Ibbenbürener Aasee fliegen wieder die Kugeln

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Ibbenbüren. Das Schweinchen zu werfen ist eine Kunst. Die kleine Kugel, an der sich beim Boule alle anderen Spielbälle orientieren, will einfach nicht im Spielfeld liegen bleiben. Schiedsrichterin Siegrun Froese bleibt hart: Nochmal bitte! Beim vierten Versuch gibt sie grünes Licht. Das Schweinchen liegt gut. Es kann losgehen.

Erleichtert atmen die Spieler der Teams „Keine Ahnung“ und „Marlies 2001“ auf. „Den Schiedsrichter hätten wir im Sack gehabt. Aber mit einer Frau habe ich nicht gerechnet“, frotzelt ein Spieler von Keine Ahnung. Das Männer-Team gibt sich siegessicher - noch.

Kurz zuvor hat Hartmut Ernst die Teilnehmer der ersten 16 Teams begrüßt, die am Mittwoch ihr Können bei der Eröffnung der dritten Beach Boule Open demonstriert haben. 192 Mannschaftsplätze gibt es, die meisten von ihnen waren innerhalb weniger Tage vergriffen. Das Startgeld kommt dem Boule-Verein Ibbenbüren und dem Wasserspielplatz am Aasee zugute.

In 13 Vorrunden werden die Teams, die aus drei bis sechs Mitgliedern bestehen, gegeneinander spielen. Nach drei Halbfinalrunden bleiben noch zwölf Gruppen übrig. Sie werden am Freitag, 19. August, im Finale antreten. „Boule hat Charme“, erklärt der Turnierleiter. „Personen jedes Alters und beider Geschlechter können spielen. Zudem braucht man nicht viel Regelkunde, sondern kann gleich loslegen.“

Das tun auch die Männer von Keine Ahnung. Auf Bahn zwei gehen sie schnell in Führung, aber die Damen ziehen immer wieder nach. In einer Auszeit soll die Taktik überarbeitet werden. Für Marlies 2001 ein Grund zum feixen. „Sie machen es wieder spannend. Typisch“, lachen sie augenzwinkernd.

Auf Bahn vier wacht Wilm Froese über das Geschehen. Der Ehrenvorsitzende des Boule-Vereins Ibbenbüren wacht heute als einer der Schiedsrichter über die Einhaltung des Regeln. „Beide Füße müssen im Kreis stehen“, erklärt er. Die Figur „sterbender Schwan“ möchte er bei den Werfern nicht sehen. Er wird nicht enttäuscht. „Sobald die Leute locker werden, spielen sie gut Boule. Und das fängt so langsam an“, sagt er nach etwa einer Stunde Spielzeit.

Für die Männer auf Bahn zwei hat es dennoch nicht gereicht. „Das Glück war auf unserer Seite“, sagt Manuela (bei Marlies 2001 duzt man sich) nach dem 4:3-Sieg. Für die elf Frauen starke Stammtischrunde zählt nur der Spaß. „Wir haben nicht geübt und wurden einfach von unserer Silke angemeldet. Die war im vergangenen Jahr schon dabei.“ Die Damen beobachten das Treiben von Keine Ahnung. Es steht nicht gut um die Männer. Die Damen bleiben fair: „Komm, wir feuern die Männer an, dass die auch mal gute Stimmung haben.“

Unter www.beachbouleopen.de können Interessierte sich noch für Restplätze anmelden.

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