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Ibbenbürens Partnerstädte

Am spannendsten war der Besuch unter Tage

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Ibbenbüren. Viele Jahre kamen immer wieder junge Menschen aus Prievidza nach Ibbenbüren, um hier ein Praktikum zu absolvieren. Die Frauen und Männer wurden mit Mitteln der EU unterstützt, waren im Schwesterneheim untergebracht und erhielten bei den verschiedensten Ibbenbürener Firmen Einblicke in die jeweilige Arbeitsweise. Eine von ihnen ist Adriana Richterova. Mit ihr sprach Brigitte Striehn über ihre Erlebnisse und den Nutzen eines solchen Praktikums. Frau Richterova, Sie waren 2004 zu einem Praktikum in Ibbenbüren. Wo war das? Richterova: Damals habe ich bei der Firma DSK Anthrazit gearbeitet. Ich war in verschiedenen Abteilungen tätig - Ausbildung, Planung und Controlling, Finanzbuchhaltung, Materialwirtschaft, T&B usw. Dort bekam ich einen Überblick über die Arbeit in der Firma DSK. Wie funktionieren die einzelnen Abteilungen, wer macht was? Ich erhielt einige Aufgaben, konnte mit dem Computerprogramm SAP arbeiten und lernte die ganze Produktion kennen. Hat Ihnen das Praktikum Vorteile für Ihre weitere berufliche Entwicklung verschafft? Spielte dabei die Verbesserung der Deutsch-Kenntnisse eine Rolle? Richterova: Zu einhundert Prozent. In der Slowakei spielen die Arbeitserfahrungen die größte Rolle bei der Suche nach einer Arbeit. Heute kann ich sagen, dass die Hochschule auf dem zweiten Platz ist. Gleich nach dem Praktikum bekam ich Arbeit in einem Bauunternehmen, dessen Inhaber ein Deutscher war. Zurzeit arbeite ich in einer österreichischen Firma, wo ich meine erworbenen Deutschkenntnisse bis heute nutze. In heutiger Zeit sind Sprachkenntnisse schon eine Selbstverständlichkeit. Haben Sie noch Kontakte zu der Firma, in der Sie das Praktikum absolvierten? Richterova: Derzeit nicht mehr. Zirka zwei Monate nach dem Praktikum bekam ich von der Firma T&B in Ibbenbüren ein Arbeitsangebot, welches ich leider wegen des Besuchs meiner Hochschule nicht annehmen konnte. Welche Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrem Aufenthalt in Ibbenbüren, gab es ein besonderes Erlebnis? Richterova: Während der drei Monate hatten wir viele Erlebnisse. An die denke ich immer gern zurück. Aber ganz besonders spannend war es für mich, als ich zum ersten Mal in meinem Leben im Bergwerk unter Tage war. Ein unbeschreibliches Erlebnis, es war so warm da unten. Finden Sie es wichtig, Städtepartnerschaften zu pflegen? Mit welchen Ideen könnten Ihrer Meinung nach die Kontakte zwischen Ibbenbüren und Prievidza intensiviert werden? Richterova: Es ist eine hervorragende Gelegenheit, neue Leute kennen zu lernen, neue Freunde zu bekommen und Sprachkenntnisse zu verbessern. Es ist auch der Weg zum Austausch von Informationen zwischen Prievidza und Ibbenbüren. Mit den Traditionen Bekanntschaft machen, zueinander halten, ist wichtig. Mehrere Projekte verwirklichen, den Leuten eine Begegnung ermöglichen.

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