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Ahlener SG

Ambitionen unterstrichen

Kristian van Bentem

Ahlen. Das Verfolger-Duell kann kommen: Eine Woche vor dem mit Spannung erwarteten Münsterland-Derby zwischen den Zweitliga-Handballern der Ahlener SG und dem TV Emsdetten haben beide Kontrahenten am vergangenen Wochenende ihre Ambitionen auf Platz zwei hinter dem bereits enteilten Tabellenführer Stralsunder HV unterstrichen, der zur Teilnahme an der Relegation berechtigen würde. Während der TVE zu Hause Schwerin souverän mit 40:34 distanzierte, löste die viertplatzierte ASG ihre Pflichtaufgabe bei der SG Achim/Baden mit einem 28:23-Erfolg und könnte den Tabellendritten am kommenden Sonntag (17 Uhr) in der heimischen Friedrich-Ebert-Halle mit einem Sieg im direkten Duell überflügeln.

Vier Mal in Folge hatten die Ahlener zuletzt vor eigenem Publikum gespielt, dabei drei Mal gewonnen. Dass sie auch auswärts das Siegen keinesfalls verlernt haben, zeigten die Schützlinge von Trainer Diethard von Boenigk mit ihrem Arbeitssieg in Achim. Dort geriet der Erfolg – wenn überhaupt – nur ein Mal etwas in Gefahr, als die Gastgeber zwischen der 35. und 42. Minute mit fünf Treffern in Folge aus einem Vier-Tore-Rückstand einen 18:17-Vorsprung machten. Doch wie schon beim Stand von 10:10 in der ersten Halbzeit, als sie mit einem Zwischenspurt bis auf 10:15 davonzogen, hatten die Ahlener auch diesmal noch eine Schippe zuzulegen und enteilten dem Gegner wieder recht locker. „Wir haben sie mal am Eis lecken lassen – und dann haben wir es wieder weggenommen“, demonstrierte der mit getapten Bänderriss spielende Dirk Schmidtmeier später eine gehörige Portion Selbstbewusstsein.

Das alleine wird gegen Emsdetten sicherlich nicht reichen, um den Gegner mit leeren Händen nach Hause zu schicken. 60 statt nur 45 hochkonzentrierte Minute werden diesmal erforderlich sein, um die Hinrunde nicht ohne einen Erfolg gegen die aktuelle „Top drei“ zu beenden. Denn gegen Spitzenreiter Stralsund gab es ebenso eine ganz knappe Niederlage (25:26) wie gegen Verfolger Hildesheim (23:24) – beide Male in eigener Halle. Doch vielleicht hat die ASG diesmal ja auch das nötige Quäntchen Glück, das zwei Mal fehlte.

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