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An der kurzen Leine gehalten

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Ahlen. Eines steht zweifelsohne fest: Die knappe Niederlage im Münsterland-Derby bei Emsdetten hat die Ahlener SG gut weggesteckt. Mit 38:32 bezwang gestern Abend der heimische Zweitbundesligist vor 850 Zuschauern in der Friedrich-Ebert-Halle den Dessau-Roßlauer HV in überzeugender Manier.

Der Sieg kam einer geglückten Rehabilitation nach der unglücklichen Pleite beim TVE gleich. Nach eineinhalb Minuten eröffnete André Kropp mit der Führung für die Gastgeber das Toreschießen. Erstmals ein wenig absetzen, konnten sich die ASGer nach knapp acht Minuten, als Christoph Wischniewski zum 5:2 traf.

Die Hallenherren hielten Dessau stets an der kurzen Leine und damit auf großzügiger Distanz. Dies belegt auch der 9:4-Zwischenstand nach 14 Minuten, für den sich Routinier Dirk Schmidtmeier verantwortlich zeichnete.

Die Gäste zeigten sich in der Defensive sehr anfällig, verrichteten ihre Abwehr-Arbeit nicht sonderlich sorgsam. Zugleich gestaltete sich dies aber auch schwierig, weil die Rot-Weißen ihren Kontrahenten immer wieder durch hervorragend vorgetragene Tempo-Gegenstöße in Verlegenheit brachten.

Diese wurde formidabel von Torhüter Jan Stochl eingeleitet und stets hervorragend von Christoph Wischniewski vollendet, der damit seinen guten Lauf bestätigte und gestern Abend fünf Treffer erzielte. Noch mehr trumpfte indes der bärenstarke André Kropp auf. Er kam letztlich auf neun Tore und steuerte nach 16 Minuten binnen 60 Sekunden einen Doppelpack zum 11:5 für die ASG bei. Anschließend gönnte sich Dessau die erste Auszeit. Doch auch die brachte die Gäste nicht in die Spur zurück. Im Gegenteil, die Sieben von Diethard von Boenigk machte auch weiterhin kurzen Prozess mit den Muldestädtern. Über Philipp Klaus, André Kropp und Sascha Bertow erhöhte die ASG nach 20 Minuten auf 14:6. Zur Halbzeit hieß es dann 18:13.

Auch im zweiten Abschnitt diktierte Rot-Weiß das Geschehen und legte die Gäste lahm. Die Kreis-Anspiele von Dirk Schmidtmeier und Philipp Klaus auf André Kropp klappten im Gegensatz zum Auftritt in Emsdetten ungleich besser. So lief es für die Gastgeber wie am Schnürchen. André Kropp, der schon den ersten Durchgang mit einem seiner Tore eröffnet hatte, tat dies auch nach der Pause. Die Ahlener hielten die Dessauer auch in den zweiten 30 Minuten stets auf Distanz.

Näher als drei Tore, so wie beim 17:20 (21.) durch Steve Baumgärtel, kamen die Gäste nie heran. Mehr noch, nach und nach baute die ASG ihren Vorsprung immer deutlicher aus. Nach einem Doppelschlag von Benedikt Schindelhauer, dem nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback glückte, hieß es nach 42 Minuten gar 27:19 für die Hallenherren.

Neun Minuten vor dem Ende verwandelte Roel Adams den Sieben-Tore-Vorsprung mit dem 33:25 gar in einen Acht-Tore-Vorteil. Dieses komfortable Polster konnte die Ahlener SG bis zur Schlusssirene souverän verwalten und fuhr damit einen nie gefährdeten 38:32-Sieg ein. Dessau hatte sich nach der Niederlage gegen Emsdetten als idealer Aufbaugegner entpuppt, die ASG sich bestens erholt als eingeschworenes Team präsentiert.

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