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28-Jähriger aus Ahlen angeklagt

An eigener Schwester vergangen

Sabine Tegeler

Ahlen - Ausgesetzt wurde am Donnerstag das Verfahren gegen einen Ahlener vor dem Jugendschöffengericht. Dem heute 28-Jährigen wird vorgeworfen, zwischen 1998 und 2002 seine elf Jahre jüngere Schwester sexuell missbraucht zu haben. Nun soll ein psychiatrisches Gutachten die strafrechtliche Verantwortlichkeit des Mannes im Tatzeitraum klären.

In 400 Fällen, so lautete die Anklage, habe sich der gebürtige Unnaer in seinem damaligen Elternhaus in Bönen an seiner Schwester vergangen. Es seien massive Übergriffe gewesen, so der Staatsanwalt, denen das Mädchen ausgesetzt war.

Sobald der Vater frühmorgens um 5 Uhr das Haus zur Ar­beit verlassen habe, soll der Jugendliche das Zimmer abgeschlossen und seine Schwester entkleidet haben. Er habe sie gezwungen, ihn zu befriedigen und in einigen Fällen auch versucht, Geschlechtsverkehr auszuüben. Das sei ihm aber nicht gelungen, da das Kind sich wehrte.

Die Verhandlung am Amtsgericht fand auf Antrag der Verteidigung unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Täter zur Zeit des Geschehens Jugendlicher war und zudem private und familiäre Verhältnisse zur Sprache kamen, die die persönlichen Lebensbereiche des Angeklagten und der Zeugen berührten. Das Verfahren wird neu terminiert, wenn das psychiatrische Gutachten vorliegt.

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