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LenzBlog

Anderthalb Stunden Vollgas: Empty Trash in Münster

Michaela Töns

Münster - Die lässige Röhrenjeans saß bei so viel Bewegung auf halb acht. Das schwarze Hemd hatte Max Buskohl weit geöffnet. Und immer wieder strich er sich die blonden langen Haarsträhnen aus dem Gesicht. Momente, die die Mädels in der ersten Reihe elektrisierten. Ein großer Kreis von Fans war nach Münster gekommen, um eines der ersten Konzerte von Empty Trash zu sehen.

Und sie wurden nicht enttäuscht. Max und seine Jungs bauten schon beim ersten Song eine wahre Gitarrenwand vor ihnen auf. Sie quittierten die Performance mit erstaunlicher Textsicherheit. Kaum ein Song - ganz gleich ob vom Debütalbum "Confession" oder aus dem Band-Repertoire - ging ihnen nicht lässig von den Lippen. Eine eingeschworene Gemeinschaft - akustisch wie optisch.

Gut ein Dutzend Songs - darunter natürlich die erste Single "Limited" - präsentierten die Jungs aus Berlin. Und der neue Schlagzeuger Jörn, der für Gründungsmitglied Per vor drei Wochen in die Band gekommen war, bewies, dass er ein echter Anpeitscher sein kann. Während er auf seine Drums und Becken eindrosch, übernahm Max ganz klar die Rolle des Frontmanns. Er tobte über die Bühne, legte sich vor Enthusiasmus beinahe hin und holte alles aus sich heraus. Vollkommen glaubwürdig war daher sein Statement, das münsterische Publikum sei das bislang beste der Tour gewesen.

Fast anderthalb Stunden gaben die fünf Jungs Vollgas. Aber auch den einen oder anderen relativ ruhigen Moment flochten sie ein. Nach schrammelnden Gitarrenriffs und wuchtigen Drums stand es ihnen gut, als sie die E-Gitarren gegen Akustik-Gitarren tauschten und den Blues rauskehrten. Immer wieder bemerkenswert: Max stimmliche Sicherheit. Er selbst sagt, dass ihm der Gesangsunterricht, den er als DSDS-Kandidat bekommen hat, gut getan hat.

Unnahbare Stars? Soweit sind Empty Trash nicht. Nicht nur, dass sie nach ihrem Programm noch eine Zugabe mit zwei Songs spielten. Sie gaben an ihrem Merchandise-Stand auch noch ein paar Autogramme und unterhielten sich mit den Fans.

Mittendrin die fünf Jungs von Skings, der Band, die im Lenz-Online-Voting die Nase vorn hatte. Sie hatten dem Publikum vor dem Empty-Trash-Gig mächtig eingeheizt. Ihr Hardrock brachte die Fans schon beim ersten Lied zum Klatschen und Springen. Sänger Mano und seine Kollegen genossen die riesige Bühne und gingen in ihren Songs voll auf.

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