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Angespielt: Simulationsklassiker „Die Gilde“

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Alleine essen macht dick. Alleine feiern ist langweilig. Und alleine handeln ist uneffektiv, langweilig und bisweilen sogar gefährlich. Aus diesen Erkenntnissen zieht „Die Gilde“ seit Jahren auf dem PC seinen Publikumserfolg. Es gilt, in den virtuellen Dörfern vor ihrer mittelalterlichen Kulisse Werbung für das Zusammenarbeiten zu machen. Natürlich mit Strategie, Ideen und Durchblick, denn „Die Gilde“, die jetzt auf die kleinste Nintendo-Konsole umgezogen ist (RTL Games, um 30 Euro), bleibt eine Wirtschaftssimulation. Und auf dem Minirechner verliert sie nichts von ihrer Komplexität.

Für diejenigen, die „Die Gilde“ nicht kennen: Es geht ums Verdienen, doch bis zu den ersten Erfolgen im Monopoly-Stil – nur geht es hier um Kontore und Betriebe statt um Häuser und Hotels – vergehen viel Zeit und viel Handeln. Es dauert eine Weile, bis man seine eigenen Stärken und den Wert der Vorräte ermittelt hat, die es zu kaufen und zu verkaufen gilt. Die präzise Anleitung, die wirklich nützlich ist statt zu nerven, hilft dabei. Aber: Mal eben zwischendurch spielen – das funktioniert nicht.

Für die, die „Die Gilde“ schon lange und auf dem PC kennen, ist das nichts Neues: Trotzdem erleben sie auch eine Herausforderung mit der kleinen Konsole. Vermögen und Pläne, Fähigkeiten und andere Übersichten sind auf dem kleinen Bildschirm natürlich nicht permanent angezeigt, sondern müssen entweder im Kopf abgespeichert oder separat angeklickt werden. Dennoch werden „Gilde“-Kenner ganz schnell von der Minikonsole an den 19-Zoll-Monitor zurückkehren, denn wer die großflächige Spielwiese gewohnt ist, mag sich kaum verkleinern. Vor allem nicht bei einem Spiel, dessen Zweck das Vermehren von Reichtümern ist.

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