1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Angriff ist die beste Verteidigung

  6. >

Nachrichten

Angriff ist die beste Verteidigung

Ahlen. Dass es schwer werden würde, war klar. Dass es dermaßen hart werden würde, überraschte die Macher und Mannschaft von Gaye Genclik Ahlen dann aber doch. Mit 13 Punkten steht GG auf Platz 14 mitten in der Gefahrenzone...

Cedric Gebhardt

Ahlen. Dass es schwer werden würde, war klar. Dass es dermaßen hart werden würde, überraschte die Macher und Mannschaft von Gaye Genclik Ahlen dann aber doch. Mit 13 Punkten steht GG auf Platz 14 mitten in der Gefahrenzone. Selten kam das Team von Hüseyin Özcan und Yilmaz Kodas in Tritt. Zu wenige Punkte konnte man verbuchen. Immerhin vier Siege fuhr man ein, denen jedoch zwölf Misserfolge gegenüber stehen.

Nur ein einziges Mal teilte man sich die Punkte. Dass so viele Zähler flöten gingen, führt Yilmaz Kodas auf die mangelhafte Mischung innerhalb seiner Truppe zurück. „Wir haben anfangs mehr als 50 Prozent junge Spieler in allen Bereichen eingesetzt. Und die älteren Spieler waren nicht in der Lage diese zu führen“, hat der Co-Trainer erkannt.

Obendrein litten etliche der Jungspunde unter erheblicher Selbstüberschätzung. Die Greenhorns hätten sich, aus der A-Jugend kommend, erst einmal an das Niveau im Seniorenbereich gewöhnen müssen. „Von außen hast du kaum Möglichkeiten, da muss schon jemand auf dem Platz direkt eingreifen“, haderte Kodas. Das Eingreifen der Routiniers blieb jedoch aus und damit auch die Punkte. Erst als Gaye Genclik verstärkt auf „alte Hasen“ setzte, lief es rund. Zudem entpuppte sich der im Oktober von Baris Spor Oelde verpflichtete Ismail Karakus als absolute Verstärkung. „Mit ihm kommt mehr Ruhe ins Spiel. Er ist für die Mannschaft ein positives Erscheinungsbild und spornt die Jungen durch seine Erfahrung an. Das ist genau das, was wir gebraucht haben“, lobt Kodas. Gut tun dem Team auch die beiden Youngster Erkan Akin und Ömer Kodas.

Während der beidfüßig schussstarke Akin im defensiven Mittelfeld die Fäden zog, sorgte Kodas mit seiner Schnelligkeit in der Offensive für Furore. Auf ihnen beiden sowie Kapitän Hayrettin Altunel, der das eigene Spiel aus der Defensivzentrale aufbaut, ruhen die Hoffnungen Gaye Gencliks. Dass die Abwehrarbeit angesichts 51 Gegentore Nachholbedarf hat, sieht Yilmaz Kodas indes nicht so. „Die Abwehr steht eigentlich. Aber die Verteidigung fängt vorne an. Wenn wir vorne nicht pressen, dann gerät die eigene Abwehr unter Druck“, gilt für die GG-Trainer die Devise des Angriffs als beste Verteidigung.

„Wenn wir vorne treffen, dann habe ich auch keine Bedenken, was die Rückrunde angeht“, so Kodas. Allerdings müssten sich dafür insbesondere einige Leistungsträger „mehr am Riemen reißen und mehr für die Mannschaft tun“. Dann bringt sich Gaye Genclik, wie drei-, viermal in dieser Saison geschehen, eventuell auch nicht mehr so häufig selbst um den verdienten Lohn. Dies liegt auch daran, dass dem Team regelmäßig nach einer Stunde die Puste ausgeht und damit die aus Konzentrationsmängeln resultierende Fehlerquote deutlich ansteigt. Kein Wunder, bei einer dauerhaften Trainingsbeteiligung von lediglich 50 bis 60 Prozent. Leichter wird es damit auch für die Rückserie nicht.

Startseite