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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Anlieger fühlen sich von Rasern bedroht

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Hopsten. Bei Rot halten, bei Grün fahren. So einfach ist die Verkehrsregel. Aber Anwohnerin Silke Beermann hat beobachtet, dass sich leider nicht alle Verkehrsteilnehmer an diese Regelung halten. „Einige Autofahrer drücken, wenn die Ampel umspringt, noch mal extra aufs Gas, um ja nicht anhalten zu müssen“, sagt sie.

Manche hätten es so eilig, dass sie trotz des roten Lichts weiterfahren. Zudem sei ihr und ihrem Mann Oliver aufgefallen, dass das Verkehrsaufkommen an der Hauptverkehrsstraße der Gemeinde stark gestiegen sei und damit eine große Gefahr besonders für die Kinder darstelle. Auch an die Geschwindkeitsbegrenzung halten sich nach Meinung von Beermann die Wenigsten. Gerade die Lastwagen, die morgens durch die Ortschaft fahren, seien oftmals viel zu schnell unterwegs.

Dass an der Stelle rund um die Fußgängerampel dringender Handlungsbedarf besteht, hat die Familie gemerkt, als ihr ältester Sohn bei einem Spaziergang mit Hund Locke dort fast überfahren wurde. „Wenn wir jetzt nicht auf die Probleme aufmerksam machen, passiert wirklich noch etwas“, sagt auch Oliver Beermann. Alle sieben Kinder der Familie seien schulpflichtig und überquerten jeden Tag mindestens zwei Mal die Ibbenbürener Straße, um zur Schule oder nach Hause zu kommen.

Für ihr Anliegen wollen die Beermanns auch andere Anlieger der Siedlungen entlang der Ibbenbürener Straße sensibilisieren. Gleich mehrere Unterschriftenlisten wollen sie in den nächsten Tagen an verschiedenen öffentlichen Stellen in Hopsten auslegen. Sollte die Liste nicht die erhoffte Resonanz und Unterschriftenzahl bringen, will die Familie von Haus zu Haus gehen. Die Listen sollen danach an den Baulastträger der Ibbenbürener Straße, den Landesbetrieb Straßenbau NRW, weitergeleitet werden.

„Wir nehmen solche Sorgen von Anwohnern sehr ernst“, sagt Maria Hackmann von der Regionalniederlassung Münsterland auf Anfrage unserer Zeitung. Dass einige Verkehrsteilnehmer allerdings die Ampelsignale missachten, könne der Landesbetrieb allerdings nicht ändern: „Hier kann nur an das Gewissen der Autofahrer appelliert werden.“

Ewald Ostendorf, Polizeibeamter in der Gemeinde Hopsten, ist das Thema ebenfalls bekannt. „Auf Anweisung des Kreises Steinfurt wird demnächst ein mobiles Messgerät an der Ampel installiert“, erklärt er. Damit soll eine Woche lang aufgezeichnet werden, wie viele Fahrzeuge die fragliche Stelle passieren, wie schnell sie dabei sind und ob es so etwas wie eine „Rushhour“ in Hopsten gibt.

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