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Anlieger haben Reinigungspflicht

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Von Anke Beiing

Das hätte laut Werner Dirkes, Leiter des Ibbenbürener Bau- und Servicebetriebs, von vielen Bürgern ruhig ernster genommen werden können. In einer Pressemitteilung weist die Stadt auf die sofortige Beseitigungspflicht der Anlieger hin. Sollten Eigentümer nicht selbst reinigen, oder ihre Mieter zur Reinigung auffordern können, seien sie verpflichtet, die Müllentsorgung auf eigene Kosten zu veranlassen, heißt es dort weiter. Die Rinnsteine dürfen dabei nicht als Mülldeponie missbraucht werden. Hier gilt das Prinzip „besser spät als nie“. Die Mitarbeiter des städtischen Reinigungsteams würden sich jedenfalls auch jetzt noch über „Spätzünder“ in Punkto Straßenreinigung freuen.

Die Ordnungsämter der umliegenden Städte und Gemeinden beklagen keine solchen Versäumnisse ihrer Bürger. „Bei uns sieht es wieder gut aus“, sagt Amtsleiter Martin Brüggemann aus Mettingen. Auch in Hörstel und Hopsten gab es für die Bauhöfe keine Veranlassung in die Entsorgung der Silvesterabfälle einzugreifen. „Wir reinigen nur auf Anfrage“, so Helmut Dresselhaus, Leiter des Ordnungsamtes Hopsten. „Aber wahrscheinlich wird hier auch weniger geböllert als in größeren Städten.“ In Recke kümmert sich die Gemeinde nur um größere Müllansammlungen. Mit der Aufräummoral der Leute im Ort ist Walter Hagemann, Leiter des Ordnungsamts, zufrieden.

Am meisten über die Böllerei geärgert hat sich in Recke wohl Alfons Wahlbrink. Ihm wurde der Briefkasten gesprengt. Das sei im Vorjahr bereits einem Bekannten passiert. Da die Straßenbeleuchtung schon ausgeschaltet war, konnte er die Übeltäter noch nicht einmal dingfest machen. Sein Wunsch an die Gemeinde: Die Laternen sollen an Terminen wie Silvester und Karneval künftig über Nacht anbleiben.

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