1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Ansturm auf die Sentruper Höhe

  6. >

Archiv

Ansturm auf die Sentruper Höhe

wn

Münster. Es war fast so, als hätten viele das ganze Jahr auf diesen Tag gewartet. Der Andrang beim 19. Galeria Kaufhof Silvesterlauf der Laufsportfreunde Münster war jedenfalls riesig. Ungefähr 1800 Athleten waren am Ende insgesamt dabei. So ganz genau konnte das niemand sagen, weil viele mangels eines Chips zur Zeitmessung außer Konkurrenz mitliefen.

„Wir kamen bei der Nachfrage nach Leihchips gar nicht hinterher. Es gab riesige Schlangen bei der Anmeldung“, berichtete der LSF-Vorsitzende Gregor Veauthier. „Sehr viele Teilnehmer haben sich eben erst sehr kurzfristig für einen Start entschieden. Und bei den guten Läufern pokern auch viele bis zum letzten Moment, wenn sie wissen, wer sonst noch dabei ist.“

Gut gepokert hatten diesmal unter anderem Pascal Hille und Kristina Bokern. Die beiden ESV-Läufer dominierten wieder einmal die Fünf-Kilometer-Strecke. Hille hatte sich einen großen Vorsprung herausgelaufen, kokettierte beim Einlauf ins Stadion mit den Zuschauern und trudelte mit 16:26 Minuten förmlich aus, Björn Möller (Mettingen) kam bis um vier Sekunden heran. Hille aber hatte alles vom ersten bis zum letzten Meter im Griff, wie immer.

Kristina Bokern, die seit gestern auch offiziell für den ESV startet, siegte ebenfalls souverän. Die 21-Jährige brachte mit einer Siegerzeit von 18:22 Minuten mehr als 30 Sekunden zwischen sich und die zweitplatzierte Melanie Kionka (Dortmund).

Auf der Zehn-Kilometer-Strecke waren danach Christoph Domnick (Nordhorn) und Cornelia Schwennen (Emsbüren) nicht zu schlagen. Domnick konnte sich sogar über eine neue persönliche Betzeit freuen, als er nach 33:24 Minuten und mit mehr als einer Minute Vorsprung im Ziel angekommen war. „Und noch dazu war es der erste Silvesterlauf, den ich jemals gelaufen bin. Da hat es sich doch gelohnt, in diesem Jahr auf den Urlaub zu verzichten“, strahlte der 22-Jährige, der in Münster studiert.

Für Cornelia Schwennen war der Sieg dagegen keine Premiere, sie wiederholte in 37:19 Minuten ihren Erfolg aus dem letzten Jahr. „Diesmal war ich sogar noch etwas schneller“, freute sie sich, obwohl sie mit der neuen Streckenführung an der Sentruper Höhe nicht ganz zufrieden war: „Ich laufe lieber im Uhrzeigersinn, zumal es diesmal vor dem Zoo sehr steil bergauf ging.“

Startseite