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Arbeitsämter im Münsterland schicken die ersten Vermittler heim

Andreas Fier

Münster/Rheine/Coesfeld/Ahlen - Die Arbeitsagenturen im Münsterland werden das Opfer ihres eigenen Erfolgs. Weil die Arbeitslosenzahlen seit Monaten sinken, fallen in der Region zum Jahresende die Stellen von rund 90 Arbeitsvermittlern weg, sagte eine Sprecherin der Arbeitsagentur Nordrhein-Westfalen am Donnerstag in Düsseldorf.

Bei den Stellen handele es sich um befristete Beschäftigungsverhältnisse. Kündigungen werden nicht ausgesprochen. Im Münsterland gibt es vier große Arbeitsagenturen in Ahlen, Coesfeld, Münster und Rheine.

Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise hatte das Bundesarbeitsministerium den Arbeitsagenturen seinerzeit Geld für zusätzliche Stellen bewilligt. Die Sachbearbeiter kümmern sich in erster Linie um die Abwicklung der Kurzarbeit, die zahlreiche Betriebe in der Flaute gerettet hatte. Zudem waren zusätzliche Arbeitsvermittler eingestellt worden.

Nach dem Ende der Krise habe das Arbeitsministerium die zusätzlichen Mittel nun wieder gestrichen, erklärte die Regionaldirektion in Düsseldorf. Damit enden auch die befristeten Arbeitsverträge. Die Arbeitsagenturen seien jedoch bemüht, Möglichkeiten der Weiterbeschäftigung zu finden.

Im Münsterland waren im August laut Statistik 44 182 Menschen auf Arbeitssuche. Das waren 3894 Menschen weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.

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