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Arminia Ibbenbüren erwartet Spitzenreiter Altenberge

Henning Meyer-Veer

Ibbenbüren. Oft ist Statistik ja eine trockene Sache, langweilig und grau. Manchmal aber verleiht der Blick in die Statistik im Vorfeld einem Ereignis erst die richtige Würze. Im Falle des Gastspiels von Fußball-Bezirksliga-Tabellenführer TuS Altenberge bei der DJK Arminia Ibbenbüren am Sonntagnachmittag (15 Uhr) greift in jedem Falle die etwas würzigere Variante.

Denn mit dem TuS aus Altenberge ist es so eine Sache. Die Mannschaft von Gero Mocciaro ist nämlich das einzige Team, das bislang alle drei Spiele gewonnen hat. Zudem musste Keeper Kieran Schulze Marmeling im Verlauf der bisher absolvierten 270 + x Minuten noch keinen einzigen Ball aus dem Netz holen. Das sieht auf den ersten Blick nach einer Mannschaft der Kategorie „hohe Hürde“ aus.

Zum Glück für die Arminen gestattet die Statistik aber auch noch einen zweiten Blick, der das Bild ein wenig differenzierter werden lässt. Zwar gab es in drei Spielen keinen Gegentreffer, vier erzielte Tore sprechen aber auch nicht eben gerade für das permanente Abbrennen eines Offensivfeuerwerkes. Zudem belegen die ersten drei Gegner des TuS in der Tabelle zurzeit die Plätze 14, 15 und 16 - also das Ende, was die Siegesserie noch ein wenig weiter relativiert.

Bei Arminia-Coach Benjamin Hettwer hat sich nach der Lektüre der Statistik auch ein differenziertes Bild entwickelt, das wohl am ehesten mit den Worten machbarer, aber nicht zu unterschätzender Gegner zu umschreiben ist. „Altenberge steht hinten gut und ist eine läuferisch gut eingestellte Truppe“, lobt Hettwer den Gegner. „Wenn hinten die Null steht und man vorne einen macht, gewinnt man“, zieht er gewisse Parallelen zum FC Schalke der 90er- Jahre. Dennoch wagt sich der Trainer der Gastgeber ein bisschen weiter aus der Deckung. „Wir wissen um unsere Stärken im Spiel nach vorne und wollen die drei Punkte in Ibbenbüren behalten.“ Die Tatsache, dass der „TuS Schalke“ bislang nur gegen die Kellerkinder punktete, beflügelt Hettwers Optimismus hingegen nicht noch extra. „Auch diese Spiele muss man erst mal gewinnen.“

Dennoch setzt er ganz klar auf einen Sieg. Zwar sei Altenberge eine sehr kompakte Mannschaft, „wir versuchen aber, diese Kompaktheit zu knacken“, so Hettwer. Am Dienstag absolvierte seine Mannschaft noch einen Test gegen Emsdetten 05. Der ging zwar 1:5 verloren, brachte Hettwer aber dennoch wichtige Erkenntnisse. „Wir haben auch experimentiert“, war das Ergebnis für ihn am Ende zweitrangig.

Allerdings stehen hinsichtlich der Besetzung noch einige Fragzeichen im Raum. So ist der Einsatz von Henrik Sandherm, Stefan Drieschner und Sebastian Ullrich noch fraglich - damit würden im schlimmsten Falle zwei der drei Torschützen gegen den TuS aus der vergangenen Spielzeit ausfallen. Aber auch das ist nur Statistik.

Arminia Ibbenbüren: Rohlmann, Spieker, Magel, Spallek, Sandherm (?), Hein, Bohle, Hölscher, Rakers, Torka, Ullrich (?), Maxi Walkenhorst, Marc Walkenhorst, Drieschner (?), Basler, Brinkkötter, Sackarndt.

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