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Filmrezensionen

„Arthur und die Minimoys 2“: Warten auf Teil drei

Gian-Philip Andreas

Zur Erinnerung: Früher war Luc Besson ein großer Regisseur, der vom „Rausch der Tiefe“ bis „Léon der Profi“ bedeutende Genrewerke schuf. Dann aber verlegte er sich auf die serielle Produktion von B-Filmen und, warum auch nicht, aufs Schreiben von Kinderbüchern.

Er ersann die Grasnarben-Wichtelserie „Arthur und die Minimoys“, die manch einem erschien, als habe Besson beim Verfassen faule Pilze geraucht, doch die Bücher waren so lukrativ, dass die eigenhändige Verfilmung als Mix aus Real- und Digital-Trickfilm Ehrensache war.

Drei Jahre nach dem ersten Teil geht es jetzt weiter, und erneut zerrte man hierzulande den schreckfrisierten „Tokio Hotel“-Bengel Bill Kaulitz vors Mikro. Als Sprecher der Hauptfigur. Er übt noch.

Arthur also, der zu Beginn von afrikanischen Öko-Kriegern zum Naturwächter erhoben wird, taucht nach einem vermeintlichem Notruf (auf einem Reiskorn) wieder ins Mikroreich der im Gras lebenden Minimoys ab, wo müde gescherzt und viel geschwafelt wird, ein Bösewicht Schlimmes vorhat und die Prinzessin nicht mehr von Nena gesprochen wird.

Was genau vor sich geht, ist schwer zu sagen, ein Plot ist nämlich nicht vorhanden, und bevor es überhaupt richtig losgeht, bricht der Film abrupt ab. Schelmisch wird auf den dritten Teil vertröstet. Beutelschneiderei!

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