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Ahlener SG

ASG bangt um Peveling

Ahlen - ASG 34, SCM 2 31. Ein Resultat, das weder für erfolgreiche Abwehrarbeit in der Friedrich-Ebert-Halle spricht, noch für torhüterische Glanzleistungen. Dem entgegen stehen einige bedeutsame Rettungstaten von Jan Stochl in der Schlussphase...

Niklas Groß

Ahlen - ASG 34, SCM 2 31. Ein Resultat, das weder für erfolgreiche Abwehrarbeit in der Friedrich-Ebert-Halle spricht, noch für torhüterische Glanzleistungen. Dem entgegen stehen einige bedeutsame Rettungstaten von Jan Stochl in der Schlussphase, sieben Paraden von Jan Peveling in gut 20 Minuten Spielzeit sowie ein ebenso starker Auftritt von seinem Gegenüber Patrick Schulz.

Dennoch war der Samstag keineswegs der Tag der Torhüter! Denn während Stochl in den Anfangsminuten noch völlig neben sich steht, werden der Ahlener „Youngster“ Peveling und der Magdeburger „Youngster“ Schulz zu den tragischen Figuren der Begegnung.

Zunächst trifft es Schulz, den bis dato stärksten Magdeburger, mit maßgeblichem Anteil an der 9:7-Führung seiner Farben nach 18 Minuten. Der Junioren-Nationalkeeper steht dem heranrasenden Sascha Bertow im Weg und bringt diesen unglücklich im Tempogegenstoß zu Fall. Das Mitleid zahlreicher Zuschauer sowie von Schiedsrichter Udo Boeken hat Schulz zwar sicher, zu mehr aber langt es deshalb nicht. Boeken: „Bringt ein Torwart den am Tempogegenstoß beteiligten Spieler außerhalb des Kreises zu Fall, habe ich ihn zu disqualifizieren. Nur so lautet meine klare Anweisung!“

Die ASG weiß daraus clever Kapital zu schlagen gegen nun verunsicherte Jungspunde aus Magdeburg, gewinnt zusehends an Sicherheit und geht in Minute 20 durch Rasmus Gersch erstmals in Führung (10:9) - vor allem, weil Jan Peveling ein Mittel gegen die Magdeburger Angriffsbemühungen hat. Nach einer Viertelstunde für Jan Stochl gekommen, pariert „Peve“ mehr, als zu parieren ist. Unter der Woche war der „Zweitspiel-Auftrag“ beim Soester TV festgezurrt worden, und diese Gewissheit schien bei der Ahlener Nachwuchshoffnung wahre Wunder zu wirken, empfahl sich Peveling doch für zahlreiche Einsätze auch auf Ahlener Parkett in der kommenden Saison. Und so hätte alles so schön sein können für ihn, wenn er nicht nach 36 Minuten derart unglücklich aufgetreten wäre, dass ihm die erste Diagnose „Achillessehnenriss“ nicht erspart blieb.

Mit 15:15 geht es zuvor in die Pause, weil sich zunehmend bereits im Spielaufbau viele Fehler bei der ASG einschleichen, unter anderem Stefan Pries den SCM gleich zweimal förmlich zum Tempogegenstoß einlädt. Und die Hallenherren stolpern noch einige Minuten durch die Begegnung, ihnen droht nach sieben Minuten in Hälfte zwei gar das Spiel aus den Händen zu gleiten, als sie den SCM auf 23:21 davonziehen lassen. Entsprechend lässt auch Pries´ „Entschuldigung“ auf sich warten, hat es dafür aber in sich: Nach 47 Minuten dreht er den Spieß um, funkt Hannes Lindt dazwischen und verwandelt Sekunden später höchstselbst zur lang ersehnten Führung, dem 26:25. Sascha Bertow dreifach und Björn Wiegers doppelt legten nach und lenken den ASG-Express doch noch erfolgreich auf die Zielgerade, Siniak besiegelt den Erfolg nach 57 Zeigerumdrehungen mit seinem (vor-)entscheidenden Treffer zum 33:28.

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