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ASG will Vollgas geben

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Ahlen/Delitzsch. Erst sollten sie, dann wieder doch nicht und jetzt spielen sie doch noch gegeneinander, die Ahlener SG und Concordia Delitzsch. In der zweiten Runde des DHB-Pokals gastiert das Team von Trainer Diethard von Boenigk Mittwochabend um 19 Uhr im Kultur- und Sportzentrum Delitzsch.

Ursprünglich in die Nordstaffel der Zweiten Handball-Bundesliga eingeteilt, rutschten die Zweitliga-Handballer aus Delitzsch nur vier Wochen vor dem Saisonstart auf Geheiß des DHB in die Südstaffel, da dort der SV Salamander Stuttgart-Kornwestheim in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und seine Lizenz deswegen zurückgab. Der schon fertige Spielplan für den Norden wurde jedoch nicht mehr geändert, nur alle Delitzsch-Spiele ersatzlos gestrichen und die ASG hatte somit am zweiten September-Wochenende spielfrei.

Zum zweiten Mal in Folge war Delitzsch nun Leidtragender einer Vereinsinsolvenz in der Südstaffel, denn nachdem in der letzten Spielzeit der VfL Pfullingen seine Mannschaft zurückzog und die Sachsen als südlichster Nordstaffelteilnehmer in den Süden rutschten, sorgte nun die Insolvenz der TVK Marketing GmbH (Lizenzträger des SVK Salamander Stuttgart) für ein Déjà-vu bei den Concorden.

So müssen die Schützlinge von ASG-Coach von Boenigk also doch noch die weite Reise nach Delitzsch antreten, dazu noch unter der Woche. Wie die heimische Sieben hatten auch die Sachsen in der ersten Runde des DHB-Pokals ein Freilos erwischt. In den bisherigen zwei Spielen der Südstaffel verkaufte sich die Concordia recht gut, unterlag beim TV 05/07 Hüttenberg knapp mit 24:25 und gewann die Heimpremiere am vergangenen Wochenende gegen die SG Wallau/Massenheim mit 26:23. Dennoch bleibt Concordia-Trainer Uwe Jungandreas vorsichtig: „Es wird mit der jungen Truppe sehr schwer. Ich bin aber überzeugt, dass wir den Klassenerhalt wie im vergangenen Jahr schaffen.“ Mit Juval Jungmann (Norwegen), Steve Müller (LVB Leipzig), Krzysztof Zart (Polen) sowie den „Eigengewächsen“ Danny Trodler, Maximilian Weiß und Daniel Warmuth kann Jungandreas dabei auf sechs Neuzugänge zurückgreifen.

Mittelfristig plant man bei den Ostdeutschen die Rückkehr in die Erste Bundesliga. So will man ab der kommenden Saison mit einer neuen Spielbetriebs-GmbH in Leipzig nationalen Spitzenhandball etablieren. Eine neu zu gründende SG Delitzsch/Leipzig soll den Platz der Concordia in der Zweiten Liga übernehmen und so das „Unternehmen Bundesliga-Aufstieg“ angehen.

Die ASG hätte es Mittwoch jedenfalls reisetechnisch nicht schlimmer treffen können. Runde fünf Stunden sind es bis zur Concordia. „Ich hätte auch lieber in Spenge oder gegen Magdeburg gespielt“, so Coach von Boenigk, zumal es am Freitag bereits zum Auswärtsspiel nach Rostock geht, wo am Samstag um 18 Uhr gespielt wird. Dennoch verspricht er, mit seinen Jungs Vollgas zu geben, um die nächste Runde zu erreichen, „schließlich gibt es immer die Hoffnung auf einen ,Kracher‘ in der nächsten Runde“, so von Boenigk.

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