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Ahlener SG

Attraktiver Tempo-Handball forciert

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Ahlen. Genau 58 Tage nach dem Saisonfinale bei den Berliner Füchsen begann am Montag wieder der „Ernst des Lebens“ für die Zweitliga-Handballer der Ahlener SG. Sechseinhalb Wochen vor dem Saisonstart am 31. August gegen den OHV Aurich bat Neu-Trainer Diethard von Boenigk zum ersten lockeren Training in die Friedrich-Ebert-Halle, wo angesichts der hochsommerlichen Temperaturen eine regelrechte Sauna-Atmosphäre herrschte.

So floss selbst beim traditionellen Fußballspielen zum Aufwärmen schon der Schweiß in Strömen. Und das obwohl es von Boenigk bei seiner ersten Trainingseinheit als ASG-Coach ruhig angehen ließ: „Morgen früh steht erst einmal ein Laktat-Test im Beckumer Jahnstadion an, da möchte ich keine verfälschten Werte durch eine zu hohe Belastung heute bekommen“, erklärte der Münsteraner diese für die ASG-Spieler ungewohnte Maßnahme.

Kein Neuland bedeutete der Test allerdings für André Kropp, der mit von Boenigk schon in der vergangenen Saison in Augustdorf zusammenarbeitete. Der gelernte Kreisläufer und Linksaußen, über den von Boenigk sagt, er sei „ein Glücksfall für jeden Trainer“, gilt als äußerst kampfstarker und einsatzfreudiger Spieler. Er stand im vergangenen Jahr beim TBV Lemgo unter Vertrag und ging Dank seines Doppelspielrechts für die HSG Augustdorf/Hövelhof auf Torejagd.

Aus dem Junior-Team der SG Flensburg-Handewitt, wo er es als 22-Jähriger schon auf ein knappes Dutzend Erstliga-Einsätze brachte, stammt Stefan Pries (25), den es nun nach einem zweijährigen Gastspiel beim TV Emsdetten nach Ahlen zog.

Der gebürtige Elmshorner und derzeitige Lehramtsstudent soll sich mit dem acht Jahre älteren Dirk Schmidtmeier die Position im zentralen Rückraum teilen und das Spiel der Rot-Weißen noch schneller machen.

Das erwartet man im Lager der ASG auch von Karsten Ganschow, der vom HC Empor Rostock an die Werse umsiedelte. Und das in einer regelrechten „last-minute“-Aktion, denn erst am Sonntagabend um 20 Uhr traf der Möbelwagen in Ahlen ein. „Erst gab’s technische Probleme mit dem Lkw, dann noch einen dicken Stau bei Hamburg.

So haben wir noch bis Mitternacht ausgepackt und eingeräumt“, erzählt Ganschow lachend.

Doch Dank der tatkräftigen Unterstützung von Sascha Bertow, Jan Peveling und Tobias Skerka, mit dem der Ex-Rostocker schon beim Stralsunder HV zusammenspielte, stand dann der ersten Nacht in der neuen Ahlener Wohnung nichts mehr im Wege.

Gemeinsam mit den bewährten Stammkräften und den drei Neulingen will Coach von Boenigk das Spiel der ASG ein wenig ändern: „Alle drei Neuzugänge unterstützen genau das, was wir wollen – attraktiven Tempo-Handball. Wir wollen noch schneller spielen als bisher.“ Angesprochen auf die Zielsetzung für die kommende Saison tritt der Trainer auf die Euphoriebremse: „Unser Ziel ist nicht der erste oder zweite Rang. Wenn es so kommt, gut. Aber da sehe ich andere Teams in der Favoritenrolle. Am Ende jedoch sollten wir wesentlich mehr Teams hinter uns gelassen als über uns in der Tabelle stehen haben.“

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