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So leben Kinder in Deutschland

Auch in Münster immer weniger Kinder - Armut bleibt ein Problem

wn

Münster - Das Statistische Bundesamt hat folgenschwere Ergebnisse über die Zahl der Kinder in Deutschland veröffentlicht. Während vor zehn Jahren noch 15,2 Millionen unter 18-Jährige in Deutschland lebten, sind es in diesem Jahr nur noch 13,1 Millionen.

In Münster sieht es nicht so dramatisch aus. Seit 2000 leben hier lediglich drei Prozent weniger Kinder. Im Vergleich: Auf Bundesebene liegt der Prozentwert in Westdeutschland bei elf und in Ostdeutschland sogar bei 29 Prozent.

Ebenfalls erschreckend ist die Armutsgefährdung der Kinder unter 18 Jahren. Nach bundesweiten Zahlen aus dem Jahr 2008 liegt sie mit 15 Prozent nur knapp unter dem Gesamtdurchschnitt von 15,5 Prozent.

Nach Angaben des Sozialamtes Münster leben 6797 Kinder und Jugendliche auf lokaler Ebene in Armut - bundesweit liegt die Zahl bei 2,5 Millionen. Prozentual gesehen liegt Münster knapp unter dem deutschen Durchschnitt.

Grob definiert, umfasst der Armutsbegriff Männer und Frauen, die materiell unterversorgt sind und daher sozialstaatliche Leistungen beziehen müssen. Zudem leiden sie meistens unter einem schlechteren Wohn- und Gesundheitszustand sowie geringeren Bildungschancen.

Trotz der idyllischen Innenstadt gibt es auch in Münster soziale Brennpunkte. Ein Beispiel ist das Wohnviertel Brüningheide in Kinderhaus. Die Stadt Münster entwickelt daher immer wieder Projekte, um die Familien zu stärken, die Integration der Anwohner zu verbessern und die Jugendsozialarbeit voran zu treiben.

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