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Auf dem Sprung nach Hongkong

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Für die deutschen Olympiapferde war das Wochenende echt aufregend: Sie wurden nach China zu den Olympischen Spielen geflogen. China ist weit weg, der Flug dauert zwölf Stunden. So lange mussten die Pferde im Flugzeug in engen Boxen stehen. Aber sie waren nicht allein unterwegs. Mit ihnen flogen auch ihre Pfleger nach China. Die haben aufgepasst, dass nichts passierte. Und sie beruhigten die Pferde, damit sie keine Angst bekamen. Die Reiter sind nicht mit ihren Pferden geflogen, die meisten von ihnen kommen erst kurz vor Beginn der Olympischen Spiele nach.

Die Olympischen Spiele finden in Peking statt, doch die Reiter sind nach Hongkong ausquartiert worden. Das ist sehr weit weg von Peking. Darüber haben sich viele Reiter geärgert. „Da gibt es gar kein olympisches Flair“, sagte Springreiter Ludger Beerbaum. Er ist 44 Jahre alt und war schon fünfmal bei Olympia dabei, das erste Mal vor 20 Jahren. Auch sein Kollege Christian Ahlmann ist nicht begeistert. „Die richtige Vorfreude auf Olympia fehlt“, meinte der 33-Jährige, der mit seinem Schimmel Cöster in Hongkong reiten wird. Die Reiter fürchten sich auch ein bisschen vor dem Wetter in der riesigen Stadt. Dort ist es sehr heiß und die Luftfeuchtigkeit ist hoch – ein bisschen wie in der Sauna.

Außerdem gibt es oft Unwetter. Damit sich vor allem die Pferde an dieses Klima gewöhnen können, sind sie schon zwei Wochen vor der ersten Prüfung nach Hongkong geflogen.

Für die Pferde ist viel eingepackt worden. Dazu gehören Heu, Stroh, Hafer und viele verschiedene Decken: Eine Decke gegen Insekten, eine für den Stall, eine gegen Regen und eine für das Ausruhen nach dem Reiten. Die Olympiareiter haben Extra-Kleidung wie eine Regenjacke und eine besonders leichte Reithose bekommen.

Sie hoffen, dass sie in Hongkong viele Goldmedaillen gewinnen. Das wäre nicht ungewöhnlich, denn die deutschen Reiter waren in der Vergangenheit bei Olympia sehr erfolgreich. Insgesamt haben sie schon mehr als 70 Medaillen gewonnen. (dpa)

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