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Filmrezensionen

„Auftrag Rache“: Harter Thriller

Hans Gerhold

Bei all dem Aufruhr um „Die Passion Christi“ und öffentliches Fehlverhalten wurde schnell vergessen, dass Mel Gibson ein guter Schauspieler ist.

Nach acht Jahren Pause kehrt er mit „Auftrag Rache“ in sein angestammtes Revier, den harten Rachethriller, zurück und liefert in der auf ihn zugeschnittenen Rolle eines Cops, dessen Tochter vor seinen Augen erschossen wird, eine glaubwürdige Leistung.

Die Kollegen meinen, der tödliche Schuss habe ihm gegolten, doch Craven (Gibson) stößt bei den Ermittlungen auf eine Firma, die in der Kernforschung tätig ist, in Wahrheit aber für das Militär arbeitet und machtpolitische Ziele verfolgt. Der Bösewicht (skrupellos: Danny Huston) ist schnell ausgemacht, ebenso, dass die Tochter an einer radioaktiven Verstrahlung litt.

Und irgendwann schaltet sich ein von der Firma beauftragter Cleaner (Ray Winstone) ein, der verängstigte Zeugen beseitigt. Wie sich Gibson mit dem undurchschaubaren Winstone misst und die Gegner sich abtasten, gehört zu den besten Szenen des gegen Ende etwas fahrig und actionlastig inszenierten Films von Martin Campbell.

Der hat schon „Zorro“ Antonio Banderas zum Erfolg verholfen und mit „Casino Royale“ die Bond-Reihe neu geerdet. „Auftrag Rache“ basiert auf der BBC-Mini-Serie „Edge of Darkness“, die auch von Campbell inszeniert wurde. Damit schließt sich der Kreis. Für Genrefreunde einen Gang in die Spätvorstellung wert.

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