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Augen auf beim Kauf

Ausgerechnet vor den Festtagen! Schlechte Nachrichten wie die Berichte über mit Dioxin belastetes Schweinefleisch aus Irland entwickeln sich über Nacht zum Appetitzügler. Fatal für verantwortungsvolle Erzeuger und qualitätsbewusste Händler –...

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Ausgerechnet vor den Festtagen! Schlechte Nachrichten wie die Berichte über mit Dioxin belastetes Schweinefleisch aus Irland entwickeln sich über Nacht zum Appetitzügler. Fatal für verantwortungsvolle Erzeuger und qualitätsbewusste Händler – ärgerlich für zahllose Verbraucher, die beim Verzehr mit einer Verunsicherung mehr leben müssen.

Doch sollte gerade bei diesem, zum Glück aufgedeckten Skandal genau darauf geschaut werden, welcher Grad von Gefährdung herrscht. Einmal abgesehen davon, dass der einmalige Verzehr eines derart belasteten Stücks Fleisch aus Expertensicht noch keine akute Gefahr für die Gesundheit darstellen soll, sind beim Schweinefleisch die Importmengen aus Irland vergleichsweise gering. Und wer beim Kauf den ovalen Herkunftsstempel mit der Länderangabe hinter dem EG-Kürzel im Blick hat, kann Fleisch aus Irland (IRL) umgehen.

Deutlich schwieriger wird es, wenn das Fleisch weiterverarbeitet wurde. Zwar sind längst landauf, landab die Lebensmittelüberwacher aktiv und verfolgen jede erkennbare Spur. Vertrauen verdient aber jetzt einmal mehr der heimische Erzeuger, der dem von der Fütterung bis zur Vermarktung lückenlosen Qualitätssicherungssystem (QS) angeschlossen ist.

Industrieöl im Tierfutter – schon der Gedanke daran lässt einen schaudern. Als hätte es Glykol-Weinskandal oder BSE-Epidemie mit belastetem Tiermehl nicht gegeben, scheinen einige Zeitgenossen immer noch nicht erkannt zu haben, dass der Mensch Lebensmittel nicht als tägliche Dosis Gift zu sich nehmen will. Den kriminellen Panschern gehört ein für alle Mal das Handwerk gelegt.

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