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Aus Ahlen nicht mehr wegzudenken

Cedric Gebhardt

Ahlen - Die Zahl der Gratulanten war nur um acht höher als die des Jubiläums selbst. 98 Gäste waren der Einladung der DJK Vorwärts gefolgt, um am Samstag 90 Jahre Sport und Geselligkeit mit Ahlens größtem und erfolgreichstem Breitensportverein zu feiern. „Ich hätte gerne mit dem Aufstieg unserer ersten Mannschaft in die Bezirksliga geprotzt“, berichtete Vorsitzender Theo Leifeld bei seiner Eröffnungsrede.

Doch da der Mannschaft dieses in den letzten 90 Minuten der Saison nicht gelang, konnte auch zum 90sten nicht darauf angestoßen werden. Seis drum: „So etwas hat Vorwärts noch nicht erlebt. Und wir müssen uns bedanken, dass die Mannschaft eine so super Saison hingelegt hat“, befand Leifeld. Trotzdem habe man Grund zum Feiern, da der Verein mit fast 1000 Mitgliedern aus 13 Nationen in diesem Jahr 90 Jahre jung geworden ist. In dieser Zeit hat sich rund um den Lindensportplatz einiges getan, was Theo Leifeld anhand einiger „Meilensteine der Vereinsgeschichte“ skizzierte. 1919 gegründet, wurde die DJK 1935 vom Nazi-Regime aufgelöst und verboten. Getragen vom Gedankengut der DJK vollzogen die Ahlener 1951 die Neugründung des Vereins, der fortan stetig wuchs und gedieh.

1981 dann der erste ganz große sportliche Höhepunkt. Zum bisher einzigen Mal steigen die Fußballer von Vorwärts in die Bezirksliga auf. Im gleichen Jahr gibt es die erste Sportwoche, die zunächst als reine Fußball-Woche durchgeführt wird. Im November 1986 wird das vereinseigene Clubheim eröffnet, im Mai 1996 wird die neue Tribüne eingeweiht. Für sportliche Erfolge sorgen zudem die Tischtennis- und die Kampfkunst-Abteilung.

Und seit jüngstem auch die Cheerleader der „Golden Eagles“. Sie sind als Nächstes an der Reihe, wollen auf der Bühne im Festzelt ein Programm aufs Parkett legen. Dies scheitert zunächst an technischen Problemen. Doch Mario Worzfeld und Klaus Sehlmann arbeiten fieberhaft an deren Beseitigung, was ihnen schließlich gelingt. Also, Bühne frei für den Cheerleader-Nachwuchs, dem mittlerweile 80 Mitglieder angehören und der zum Abschluss mit seinen Puscheln eine 90 formt. „Diese Abteilung hat sich prächtig entwickelt. Wir sind froh, dass wir sie bei uns haben“, sagt Theo Leifeld, der nun das Wort an den Bürgermeister übergibt.

Benedikt Ruhmöller, selbst Mitglieder der Vorwärts-Familie, wiederum lobt: „Ihr seid aus unserer Stadt Ahlen gar nicht mehr wegzudenken. Ich bin froh, dass es mitten in dieser Stadt diesen Verein gibt.“ Die Vorwärtsler, so Ruhmöller weiter, seien sich ihrer Wurzeln bewusst, zeichneten sich aber auch dadurch aus, dass sie nach vorne schauten. Obendrein gefällt dem Stadt-oberhaupt, dass bei Vorwärts auch die weniger Sportlichen willkommen sind. „Vorwärts ist ein Sportverein für die ganze Familie. Hier findet jeder eine Möglichkeit, sich sportlich zu betätigen. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Meine Frau ist beim Turnen , meine Jungs beim Tischtennis und beim Fußball aktiv. Ich selbst bin in der Karnevals-Abteilung“, grinst Ruhmöller und hat die Lacher auf seiner Seite. Als Geschenk überbringt der Bürgermeister das Versprechen der Neugestaltung des Lindensportplatzes, von dem er sich neue Impulse erhofft. Als Zugabe gibts Zeitungsausschnitte vom zehnjährigen Jubiläum des Vereins von 1929. Auch DJK-Diözesanvorsitzender Eberhard Gronau kommt nicht mit leeren Händen. Er überreicht eine Spende für die Jugendarbeit. „Sport ist ein wichtiger Bestandteil menschlichen Miteinanders. Resignation und Pessimismus, die heute oft in unserer Gesellschaft anzutreffen sind, bringen uns nicht weiter. Darum müssen die DJK-Sportvereine Orientierung geben und Werte vermitteln. Gleichzeitig leisten wir einen Beitrag zur Kultur und zur Qualität des Sports“, betont Gronau. Diesbezüglich befinde sich die DJK Vorwärts auf einem guten Weg, resümiert er.

Glückwünsche richten anschließend auch Kreisvorsitzender Manfred Mielczarek und Stadtsportverbands-Vorsitzender Dirk Neuhaus aus. Dann schreitet wieder Theo Leifeld zur Tat, der Franz Fressmann, Irmela Paus, Heinz Sasse, Theo Mehring, Willi Mehring und Hannes Kocker für ihre langjährige Mitgliedschaft und ihr stetes Engagement ehrt.

Einen Pokal gibt es obendrein für die Kampfsportler Mario Worzfeld und Angelina Meier, die beim Sportehrentag der Stadt nicht anwesend waren. So endet der offizielle Teil der Jubiläumsfeier. Es bleibt der Eindruck, die DJK Vorwärts Ahlen wird auch die nächsten 90 Jahre erfolgreich gestalten.

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