1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Aus den Slums nach Hollywood

  6. >

yangoContent

Aus den Slums nach Hollywood

wn

Wall-E“ räumt den Müll weg, den die Menschen auf der Erde gelassen haben. Dafür wurden der kleine Roboter und seine Erfinder nun riesig belohnt: „Wall-E - Der Letzte räumt die Erde auf“ ist als bester Animationsfilm des Jahres ausgezeichnet worden. Der US-Trickfilm bekam in der Nacht zu Montag in Los Angeles in den USA nämlich einen Oscar. So heißen die wichtigsten Kinopreise der Welt. Sie werden einmal im Jahr bei einer großen Feier mit vielen Stars überreicht.

Schon im vergangenen Monat hatte der Roboter mit den Glupsch-Augen einen anderen wichtigen Filmpreis in Amerika gewonnen: einen Golden Globe.

Gleich acht Preise – unter anderem den für den besten Film – gingen bei der Oscar-Verleihung an einen Film über einen armen Jungen aus Indien in Asien. „Slumdog Millionär“ (gesprochen: Slamdog Millionär) handelt von Jamal. Er wächst in einem Slum auf. So nennt man Gebiete in einer Großstadt, in denen die ärmsten Menschen leben. Ihr Zuhause besteht meist nur aus Brettern.

Als junger Mann ist Jamal so schlau, dass er in der Fernsehshow „Wer wird Millionär?“ im indischen Fernsehen auftritt und eine Frage nach der anderen richtig beantwortet und sogar kurz vor dem Hauptgewinn steht. Aber die Polizei glaubt, dass Jamal beim Beantworten schummelt. Deshalb wird er festgenommen.

In Indien waren viele Menschen begeistert, dass die dort gedrehte Geschichte über Jamal weltweit so groß gefeiert wird und Preise einheimst. Wie schon der Film „Wall-E“ gab es für „Slumdog Millionär“ auch schon vier Golden Globes. In Deutschland kommt der Film, der in Mumbai (früher Bombay) gedreht worden ist, erst am 19. März in die Kinos. Auch wenn viele Kinder mitspielen: Der Film ist kein Kinderfilm und erst ab zwölf Jahren freigegeben.

Viele der Kinderschauspieler aus dem Film leben tatsächlich in einem Slum. Sie sind im echten Leben bitterarm und wurden für den Film als Laiendarsteller gecastet. Für sie und ihre Eltern war das Drehen des Films schon sehr aufregend. Dass sie jetzt auch noch nach Hollywood reisen durften und in feinen Kleidern neben den Stars über die roten Teppiche laufen durften, war für sie alle vermutlich ein unvergessliches Erlebnis.

Startseite