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So aktuell wie vor 25 Jahren

Bahn-Aussage von zeitloser Gültigkeit: "Bahnhof ins urbane Leben einbeziehen"

Wolfgang Schemann

Münster - Der Hauptbahnhof ist in Münster eigentlich immer ein Thema. Und so findet gewiss auch jene Frage Interesse, die einem hochrangigen Bahn-Repräsentanten vorgelegt wurde:

Frage: „Die Deutsche Bundesbahn hat bereits vor Jahren die Parole ausgegeben, die Intercity-Bahnhöfe sollten attraktiver, kundenfreundlicher, kommunikativer gestaltet werden. In Münster hat sich in dieser Hinsicht noch nicht viel getan. Kommt noch was?“

Antwort: „Ich kann Ihre Meinung nicht teilen und muss Ihnen widersprechen. Wir haben in den letzten Jahren vieles getan, und wir werden weiter etwas tun, um den Bahnhof Münster in das urbane Leben der Stadt mit einzubeziehen. Die IC-Bahnhöfe der Deutschen Bundesbahn haben die Hauptfunktion, Drehscheibe für den Schienenverkehr und „Kaufhaus“ für unsere Kunden zu sein. Sie haben darüber hinaus auch eine wichtige Aufgabe als innerstädtisches Kommunikationszentrum zu erfüllen. Die Gestaltung der Empfangsgebäude einschließlich der DB-Servicebetriebe soll ferner dazu beitragen, die DB als modernes, marktorientiertes Verkehrsunternehmen zu dokumentieren.“

Eine Antwort von zeitloser Gültigkeit - die demnächst ein rundes Jubiläum feiern kann. Denn sie wurde vor 25 Jahren gegeben. Sie stammt aus einem Interview, das die WN im Frühjahr 1986 mit Dr. Karl Heinz Jäckel, dem Vizepräsidenten der (längst nicht mehr existierenden) Bundesbahndirektion Essen, führten.

Noch ein Jäckel-Zitat gefällig? Hier ist es:

„Wenn die Stadt Münster im Zusammenhang mit der angesprochenen Planung zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes entsprechende Wünsche an uns heranträgt, werden wir selbstverständlich die damit verbundenen bautechnischen Fragen auf ihre Durchführbarkeit prüfen - wie wir insgesamt den von der Stadt kommenden Anregungen und Vorschlägen positiv und aufgeschlossen gegenüberstehen.“

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