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Uniklinik Münster

Bauarbeiten am UKM: Operation mit Helikopter

Karin Völker

Münster - Nein, es war kein Rettungshubschrauber, der am Dienstag um den Bettenturm West kreiste. Der Helikopter des Spezialunternehmens „Lastenflug“ leistete am Klinikum ähnliche Präzisionsarbeit wie die Ärzte in den Operationssälen. 1,40 Meter breit waren die 20 teilweise tonnenschweren Holzkisten, die der Hubschrauber nacheinander an den Haken nahm und Richtung Flachdach am Anbau des Bettenturms West brachte. Die Kisten versenkte der Pilot in den gelben Abluftröhren, durch die bisher der Luftaustausch im Klinikum geregelt wird. Der Inhalt: Wärmetauscher für eine neue Be- und Entlüftungsanlage.

Am Lüftungs- und Heizungssystem des Klinikums hat sich seit Fertigstellung der Bettentürme vor 30 Jahren nichts geändert. Vier Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm fließen jetzt in die Erneuerung. Wenn das neue System eingebaut ist, werde das Klinikum 3800 Tonnen Kohlendioxid weniger in die Atmosphäre blasen als zuvor, kündigte ein Techniker an - das entspreche 21,4 Millionen gefahrenen Pkw-Kilometern. Und etwa 30 Prozent Energie werde durch die neue Klimatechnik in Zukunft eingespart.

Nur 2,80 Meter beträgt der Durchmesser der Abluftröhren, in denen gestern eine Kiste nach der anderen verschwand. Der Hubschrauber musste dabei jeweils minutenlang ganz in der Nähe des Bettenturms in der Luft stehen, um sein gewichtiges Anhängsel in Position zu bringen.

Für Patienten und Besucher des Klinikums eine ziemlich spektakuläre Abwechslung.

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