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Bayern München: Schwabinger Großmannssucht

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Wo kommen sie her?

Die Wiege des FCB steht ganz genau im Stadtteil Schwabing, hier wurde er einst am 27. Februar 1900 aus der Taufe gehoben. Zu einer internationalen Fußballgröße wurden die Münchner freilich erst in den 70er Jahren – nachdem sie ins frisch gebaute Olympiastadion umgezogen waren. Nur ein Zufall? Immer wieder herausragende Spieler sowie kluge Führungspersonen hatten natürlich ebenso ihren Anteil am Aufschwung.

Wohin wollen sie?

Bescheidenheit war an der Säbener Straße noch nie eine besondere Stärke. Vom Gewinn der Deutschen Meisterschaft sowie des DFB-Pokals gehen sie beim FCB auch 2009/10 fast selbstverständlich aus, ohne Wenn und Aber. Und so ganz nebenbei soll es dann auch noch der europäische Fußballthron sein. Ja, der Triumph in der Champions League – gegen all die mit Geld nur so um sich werfenden Klubs aus England, Italien und Spanien – das wäre der ganz große Traum der Münchner Macher.

Das liebe Geld . . .

Damit kein falscher Eindruck entsteht: Am Hungertuch nagt auch der FC Bayern nicht. Vom Trikotsponsor bekommt er pro Saison an die 20 Millionen Euro überwiesen, die TV-Einnahmen allein für die Spielzeit 2007/08 betrugen beeindruckende 29,114 Millionen, und wenn für die „Roten“ in der Allianz-Arena das Licht angeknipst wird, ist diese so gut wie immer ausverkauft. Ferner gibt es noch so manch einen Euro durch unzählige Merchandisingprodukte, zusätzliche Werbung, und so weiter, und so weiter.

Wer hat das Sagen?

Der neue Chefcoach Jürgen Klinsmann gilt wahrlich nicht als Mann, der sich gerne irgendwie dreinreden lässt. Aber genau das macht der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, also offiziell der große Boss beim FCB, immer wieder mit Genuss. Und da gäbe es auch noch den Leiter der „Abteilung Attacke“, Manager Uli Hoeneß – ebenfalls kein Freund davon, mit seiner Meinung hinter dem Berg zu halten.

Der Typ, auf den Sie achten sollten

Natürlich steht Michael Rensing besonders im Fokus: Hat es der 24-Jährige tatsächlich drauf, Oliver Kahn im FCB-Gehäuse zu ersetzen? Viele Experten erhoffen sich auch den endgültigen Durchbruch von Toni Kroos im offensiven Mittelfeld. Aber wer bitteschön sollte für das Supertalent dann auf der Bank bleiben? Bastian Schweinsteiger etwa? Tim Borowski? Sogar Franck Ribery? So ist er eben, der Fluch des guten Kaders.

Wen schlägt der Verein besonders gerne?

Keine Frage, Derbysiege gegen den verhassten Stadtrivalen TSV 1860 stehen in der Beliebtheitsskala der FCB-Anhänger ganz oben. Der Haken an der Sache: Die „Löwen“ kicken weiterhin nur in der Zweiten Liga. Also muss nun vor allem der härteste Konkurrent der vergangenen Jahre, der SV Werder Bremen, als Feindbild herhalten – allerdings nur als sehr kleines.

Der verrückteste Fan-Artikel

Wie es sich für den Deutschen Rekordmeister gehört, hat er natürlich auch die Meisterschale in seinem Sortiment – 23 Zentimeter Durchmesser, aus 97 Prozent Zinn, mit Aufhängevorrichtung und selbstverständlich Prägung des 21. Titels. Das gute Stück kostet 79,95 Euro, inklusive Verpackung in einem Karton.

Prognose:

Alles andere als der erneute Gewinn des deutschen Doubles wäre eine Riesensensation – beziehungsweise eine Riesenenttäuschung aus Sicht der Bayern.

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