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Bayerns Gastwirte punkten beim Steuer-Gefeilsche

unserem Korrespondenten Franz Ludwig Averdunk

Berlin - Die bayrischen Hoteliers und Gastwirte liegen der CSU mächtig in den Ohren: niedrigerer Mehrwertsteuersatz - mit Blick auf die nahe ausländische Konkurrenz. Die Christdemokraten in Berlin ließen sich beim Gefeilsche um ein gemeinsames Steuerkonzept Entgegenkommen abtrotzen: Veränderungen am Mehrwertsteuersystem werden zumindest geprüft.

Präziser - allerdings ohne Datum - werden die Unionsparteien in Sachen Einkommensteuer: größere Spreizung des Tarifverlaufs. Bisher liegt der Eingangssteuersatz bei 14 Prozent. Er soll auf zwölf Prozent gesenkt werden - nach einer Zwischenstufe bei 13 Prozent.

Im oberen Einkommensbereich fällt der Höchststeuersatz von 42 Prozent nach den Vorstellungen der Union künftig erst bei 60 000 Euro an. Bisher sind es 52 000 Euro.

Als wohl mehr unverbindlicher Merkposten wird in dem Wahlprogramm eine Überarbeitung der Erbschaftsteuer in Aussicht gestellt.

Derweil machten die Liberalen deutlich, dass sie bei einer Regierungsbeteiligung auf rasche Steuersenkungen besteht. FDP-Generalsekretär Niebel unterschied zwischen Sofortmaßnahmen (höherer Steuerfreibetrag, Überarbeitung der Unternehmensteuer) und einer Reform der Steuerstruktur, die längere Zeit dauern könne.

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