1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Beatsteaks rockten in Münster

  6. >

Lenz Party

Beatsteaks rockten in Münster

Michaela Töns

Über 6000 Punk-Fans lockten die Beatsteaks am Sonntagabend in die Halle Münsterland - präsentiert von Lenz. Sänger Arnim Teutoburg-Weiß spielte mit seiner fünfköpfigen Band zur Wiedergutmachung, denn schließlich war der eigentliche Konzerttermin im Dezember ausgefallen.

Es wurden zwar nicht die versprochenen fünf Stunden, die die Beatsteaks mit ihren Songs füllten. Auch wenn sie das dank ihrer fünf Alben mühelos hätten schaffen können. Aber die "Party des Jahres" kann es schon gewesen sein für Fans in der knallvollen Halle Münsterland.

Denn sie und die Band verstanden sich blind. Eine Mini-Gitarrensequenz elektrisierte sie und die 6000 skandierten in Sekundenschnelle "Beatsteaks, Beatsteaks". Blitzschnelle Klatsch-Codes donnerten durch die Halle und rissen jeden mit. Die Band ist live nun einmal eine Klasse für sich.

Großen Anteil daran hat Sänger Arnim Teutoburg-Weiß. Zu Beginn des Konzerts wanderte er allein im Licht eines einzigen Strahlers vor dem Vorhang und sang einige Zeilen, bevor er den Stoff lüftete und seine Kollegen sichtbar machte. Während der folgenden zwei Stunden hoppelte, tanzte, drehte, groovte der Berliner über die Bühne und hielt immer wieder für Momente ein, um das Bild, das sich ihm bot zu genießen. Wogende Köpfe, ein Meer klatschender Hände oder springender Körper - das Publikum hatte eindeutig Spaß an der Performance.

Die Rolle des Alleinunterhalters wollte Teutoburg-Weiß allerdings keinesfalls haben. Gitarrist Peter Baumann stimmte als Gruß aus Berlin den Song "Hey Du" aus dem Musical "Linie 1" an - unter Fans ein echter Klassiker. Und auch der zweite Gitarrist Bernd Kurzke, bis dahin Experte für eingängige und komplizierte Riffs, hatte seinen eigenen Song.

Lange brauchten die Beatsteaks nicht, um das Publikum in Griff zu haben. Gleich mit dem zweiten Song "As I Please" brachten sie die Massen zum Springen. Bis in die hintersten Reihen schwappte die sichtbare Euphorie. Es folgten die Hits "Jane Became Insane" und "I Don't Care". Ihre Unterhalter-Qualitäten bewiesen die fünf Berliner aber vor allem mit atemlos-rasanten Punkrock-Stücken, die für die Radio-Rotation zu rasant sind. "Die Durchgeknallten", wie sie die Fans direkt vor der Bühne nannten, waren nicht mehr zu halten.

Startseite