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Bedrohte Vielfalt der Natur

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Sie ist eine lebende Schatzkiste. Wenn man sie öffnet, kann eine Perle ans Licht kommen. Dieses besondere Wesen heißt Flussperlmuschel. Ganz früher waren sie bei uns sehr begehrt, denn aus ihren Perlen wurde Schmuck gemacht. Heute gibt es sie nur noch in wenigen Bächen Deutschlands. So wie dieser Muschel geht es vielen Tieren und Pflanzen. Sie werden seltener. Naturschützer sagen, dass weltweit viele Tausend Arten vom Aussterben bedroht sind.

Um darauf aufmerksam zu machen, gibt es jedes Jahr am 3. März den Tag des Artenschutzes. Er erinnert an eine wichtige Vereinbarung aus dem Jahr 1973. Damals - vor fast 40 Jahren - wurde das „Washingtoner Artenschutzabkommen“ beschlossen, auch CITES genannt. Viele Länder der Erde machen dabei mit. Die Regeln sollen helfen, Pflanzen und Tiere besser zu schützen. Außerdem läuft gerade das „Internationale Jahr der biologischen Vielfalt“. Auch diese Aktion soll bewirken, dass die Menschen mehr für die Natur tun.

Keiner weiß genau, wie viele Arten auf unserer Erde leben. Manche Experten gehen von 20 Millionen aus. Es könnten noch mehr sein. Allerdings kennen die Wissenschaftler bisher nur rund zwei Millionen genauer. Die Vielfalt der Natur ist aber trotz der Fülle gefährdet. Sie schwindet so schnell wie nie zuvor, sagen viele Fachleute.

Daran sind oft die Menschen schuld. Sie bauen viele Straßen, fällen Bäume, holen zu viele Fische aus dem Meer oder kippen ihren Müll in der Natur ab. Die Flussperlmuschel zum Beispiel braucht sehr saubere Gewässer, damit es ihr gut geht. Weil wir unsere Flüsse lange mit Abwässern verdreckt haben, starben viele Süßwasser-Muscheln. Aber dann achteten mehr Leute darauf. Das Wasser verbesserte sich. Und nun gibt es in einigen Regionen wieder mehr Flussperlmuscheln.

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