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Den Bock endlich umgestoßen

Begeisternde Leistung trägt den USC zu einem 3:0-Sieg bei Spitzenreiter Rote Raben Vilsbiburg

Münster

Welch eine Begeisterung, welch eine Klasse! Rieb sich der USC in den bisherigen Vergleichen mit den Top-Teams der Volleyball-Bundesliga bislang vergeblich auf, so stieß das Team von Trainer Axel Büring gestern Abend den Bock endlich um, in dem es beim bislang verlustpunktfreien Spitzenreiter Rote Raben Vilsbiburg einen in der Höhe kaum für möglich gehaltenen 3:0 (25:22, 25:20, 25:20)-Sieg landete. „Vilsbiburg war sicherlich nicht in bester Verfassung. Trotzdem muss man erst einmal diese Qualität zeigen“, erläuterte Axel Büring, der nach dem Spiel den Eindrucck erweckte, als könnte er nicht glauben, was gerade passiert war.

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Schon im ersten Satz gab der USC eindrucksvoll zu erkennen, dass er die lange Reise nach Niederbayern nicht angetreten hatte, um den Gastgeberinnen ein vorweihnachtliches Präsent zu bereiten. Bis zum 21:21 war der erste Satz ausgeglichen. Als es dann darauf ankam, die Entscheidung herbeizuführen, erwies sich das Team von Trainer Axel Büring als überaus nervenstark und nutzte eine kleine Schwächeperiode der Roten Raben, um auf 24:21 davonzuziehen. Konzentriert und entschlossen nutzte der USC seine Chance und verwandelte nach 26 Minuten den zweiten Satzball zum 25:22.

Dass dieser Paukenschlag beim verlustpunktfreien Liga-Primus kein Produkt des Zufalls war, stellten die Unabhängigen auch im zweiten Satz unter Beweis. Mit variablen Angriffszügen, oftmals eingeleitet von der starken Zuspielerin Michaela Jelinkova, überwand der USC ein ums andere Mal den Vilsbiburger Abwehrblock, so dass Münster auch im zweiten Satz das Heft fest in der Hand behielt. Über 6:3 und 11:6 baute das Büring-Team seinen Vorsprung auf 14:9 aus. Vilsbiburgs Trainer Guillermo Gallardo nahm eine Auszeit, gab seinem Team Zeit, sich zu sammeln. Doch was der zweifache Deutsche Meister auch versuchte – der USC hatte stets eine Antwort parat. Stark präsentierte sich die Mannschaft auch in der Block-Abwehr. Das war schließlich auch die Basis, um den zweiten Satzgewinn herbeizuführen. „Wir haben viele Bälle und Schnellangriffe des Gegners entschärft. Dass uns das so gut gelungen ist, war ausschlaggebend“, befand Büring hinterher.

Beim Stand von 19:16 setzten sich die Münsteranerinnen auf 23:16 ab. Wie schon im ersten Durchgang nutzte er nach 26 Minuten den zweiten Satzball zum 25:20. Es stand 2:0 . Der USC war auf bestem Wege, für eine riesengroße Überraschung zu sorgen.

Getragen von diesem Erfolg ließ der USC im dritten Satz nicht locker. Mit unbändigem Siegeswillen wechselte der heimische Vertreter Mitte des dritten Satzes in die Überholspur und setzte sich von 7:7 auf 14:10 ab. Nach 27 Minuten stand es 25:20, der USC hatte für eine riesengroße Überraschung gesorgt.

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