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Belgischer Auftaktsieg

Rene Penno

Ahlen - Die Kulissen an den alten Fördertürmen passte zu dem, was die jungen Rennfahrer Freitagabend zum Auftakt der Sparkassen Münsterland-Tour ablieferten: Harte Arbeit vom Anfang bis zum Schluss.

Für die internationalen Rad-Junioren aus neun Nationen bedeutete das ein hohes Tempo vom Startschuss weg, was vielen der insgesamt 156 Rennfahrer früh zum Verhängnis wurde. Sie mussten das Rennen beenden und bangen, ob sie nun zur zweiten Etappe, einem Einzelzeitfahren in Reken heute Vormittag, wieder starten dürfen.

Eine zunächst siebenköpfige Spitzengruppe hatte das Rennen, nachdem sich zuvor vergeblich Fahrer versuchten abzusetzen, schnell gemacht und lagen lange in Sichtweite des Hauptfeldes. Erst nachdem weitere Fahrer aufschlossen und sich so zu einer 15-köpfigen Spitzengruppe formierten, kehrte etwas Ruhe im Feld ein. Der Vorsprung der Ausreißer wuchs bis auf 50 Sekunden an, das reichte für die Spitzenreiter, am Ende sogar zu taktieren.

Die besten Karten hatte das belgische Avia-Team Waasland mit dem Gesamtzweiten des Vorjahres, Guillaume van Keirsbulck. Sie waren gleich zu dritt in der Spitze vertreten und konnten es sich leisten, abwechselnd anzugreifen. Anderthalb Runden vor Schluss startete Kevin De Jonghe ein Solo, das er auch den verbleibenden knapp fünf Kilometern erfolgreich zu Ende brachte.

Wenige Sekunden rettete er entlang der früheren Lohnhalle vor den Verfolgern ins Ziel und durfte sich neben dem Trikot des besten Sprinters auch das weiße Trikot des ersten Gesamtführenden überstreifen. Den zweiten Platz holte sich der niederländische Cross-Weltmeister Tijmen Eising vor Mark Pedersen aus Dänemark. Bester Deutscher war auf Platz 14 der Dortmunder Justin Wolf auf dem NRW-Team.

Damit hatte schon die erste von vier Etappen für eine kleine Vorentscheidung in Sachen Gesamtwertung gesorgt. Die engen Straßen und Kurven im Ahlener Osten forderten die jungen Rennfahrer und zogen das Feld weit auseinander. Vorn versammelten sich die international erfahrenen, hinten mussten immer mehr Rennfahrer die Zähne zusammen beißen, um den Anschluss nicht zu verlieren. „Dass war schon eine sehr anspruchsvolle Etappe“, staunte auch der Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Günther Schabel. „Das ist eine sehr interessante Runde, die einiges hergibt“, war der Frankfurter vom Ambiente des Auftakts überzeugt.

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