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Bequem um die Welt

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Als gestern in Frankreich der nagelneue Airbus mit dem eher langweiligen Namen A 380 gestartet ist, hatte er eine lange Reise vor sich. Schließlich hat ihn eine Fluggesellschaft in Singapur gekauft – das ist weit weg. Aber der Airbus ist nicht nur sehr weit geflogen, sondern auch sehr hoch: Mehr als zehn Kilometer über der Erde sind die Flugzeuge auf solch’ langen Reisen unterwegs. Denn dort oben, weit über den Wolken, ist die Luft dünner. Die Flugzeuge haben weniger Gegenwind und brauchen weniger Sprit, der bei Flugzeugen übrigens Kerosin heißt.

Dass Flugzeuge so hoch fliegen können, ist bei dem Gewicht schon fast ein Wunderwerk der Technik. Im neuen A 380, dem größten Flugzeug der Welt, können mehr als 550 Menschen mitfliegen. Sie reisen auf bequemen Sitzen, die auf zwei Etagen in dem gigantischen Jet verteilt sind. Der Airbus wiegt voll beladen 540 Tonnen. Damit ist er so schwer wie ungefähr 400 Autos.

Das Reisen in solchen Flugzeugen ist ziemlich komfortabel. Der spannendste Moment ist der Start. Wenn der Pilot richtig Gas gibt, ist das Flugzeug in kurzer Zeit 260 Stundenkilometer schnell – das ist mehr als doppelt so viel wie man auf der Landstraße fahren darf. Bei Tempo 260 hebt der A 380 ab.

Ist das Flugzeug erstmal in der Luft, merken die Passagiere kaum noch, dass sie fliegen. Es ruckelt fast gar nicht, und im neuen Airbus soll es auch extrem leise sein. Manchmal kommt es einem vor, als stehe das Flugzeug. Dabei saust es fast mit Tempo 1000 um die Welt.

Während vorne, im Cockpit, zwei Piloten und drei Beobachter das Flugzeug fliegen, sind hinten 22 Mitarbeiter damit beschäftigt, Essen und Getränke zu verteilen. Wer stundenlang im Flugzeug sitzt, bekommt schließlich Hunger.

Damit die Zeit schneller vergeht, gibt es in den meisten Flugzeugen Fernseher, auf denen Filme gezeigt werden. Da ist es manchmal schon fast schade, wenn die Maschine wieder landet. Gunnar Pier

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