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Betreuung

„Besuchsdienst Zuhause“ für Steinbeck geplant

Cornelia Ruholl

Steinbeck. Die Verweildauer der Patienten in den Krankenhäusern sei vielfach so kurz geworden, „dass man die Leute dort oft gar nicht mehr antrifft“, sagt Alfred Bücker vom Caritasausschuss der Pfarrgemeinde St. Philippus und Jacobus. Und Mitarbeiter von Pflegediensten hätten oft kaum Zeit für Gespräche. Diese Erfahrung sei Ausgangspunkt für die Überlegung gewesen, einen „Besuchsdienst Zuhause“ aufzubauen. Gemeinsam mit Martha Goeke möchte Alfred Bücker die Sache auf den Weg bringen.

Vor allem kranke und pflegebedürftige Personen, die sich über einen Besuch freuen würden, sind die Zielgruppe für dieses neue Angebot der Pfarrcaritas.

„Aber zunächst wussten wir ja gar nicht, ob es für so etwas überhaupt Bedarf gibt“, erläutert Alfred Bücker. Deshalb sei im Vorfeld über einen Fragebogen bei den Fastabenden abgefragt worden, wie viele Haushalte es in ihrem jeweiligen Bereich gibt, in denen (ältere) Menschen gepflegt werden und wie viele, in denen ältere Menschen alleine leben und für wie viele Haushalte sie sich vorstellen könnten, dass sie einen solchen Besuchsdienst in Anspruch nehmen würden.

„Die Rückmeldungen zeigten, dass es durchaus einen Bedarf für ein solches Angebot gibt, so Alfred Bücker. Nach dieser ersten Vorabfrage gebe es mehr als 20 Personen, für die ein solches Angebot sinnvoll wäre.

„Und nun müssen wir Menschen finden, die bereit sind, sich ehrenamtlich in diesem Besuchsdienst zu engagieren“, so Bücker.

Unter anderem mit einem eigens für dieses Projekt gedruckten Flyer wurde nun zu einem ersten Treffen für alle eingeladen, die sich vorstellen können, in dem Besuchsdienst Zuhause mitzuarbeiten und Zeit an Menschen zu verschenken, die sich wegen Krankheit oder Pflegebedürftigkeit über Kontakte von außen freuen würden.

Alle, die gern Menschen besuchen möchten und einmal in der Woche oder im Monat ein bis zwei Stunden Zeit haben, sind dazu am Donnerstag, 13. Januar, um 19.30 Uhr im Pfarrheim Steinbeck willkommen. Johannes Rott vom Caritasverband Tecklenburger Land e.V. unterstützt die Initiative zum Aufbau des neuen Besuchsdienstes und wird an diesem Abend die fachliche Leitung übernehmen.

Wer sich für diese Aufgabe interessiert, sollte ein verschwiegener, geduldiger und zuverlässiger Mensch sein, sollte gut zuhören können und Spaß daran haben, ehrenamtlich in einem Team mitzuarbeiten.

Für eine Einführung in diese Tätigkeit, für die regelmäßige Begleitung der Arbeit, für Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie für eine Erstattung entstandener Kosten (nach Absprache) sorgt die Caritas.

Ein nächster Schritt werde dann sein, die Bedürfnisse derer genauer abzufragen, die den Besuchsdienst in Anspruch nehmen wollen. Es könne zum Beispiel sein, dass jemand, der auf den Rollstuhl angewiesen ist, sich freuen würde, wenn regelmäßig jemand für einen Spaziergang vorbeikäme. Da gebe es sicher ganz unterschiedliche Bedürfnisse, sowohl kleinere Wünsche als auch solche, die etwas intensiver sind, meinen Alfred Bücker und Martha Goeke. „Aber eine gewisse Regelmäßigkeit muss schon sein.“

Und schließlich gelte es, alle zusammenzubringen: die Bedürfnisse der einen und die Möglichkeiten der anderen. „Da muss man sehen, was wird gewünscht und wer kann das leisten.“

Termin: Donnerstag, 13. Januar, 19.30 Uhr, Pfarrheim Steinbeck.

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