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Bezirk 20: Gremmendorf - Mehr als Albersloher Weg

Klaus Baumeister

Münster-Gremmendorf - Jeder Münsteraner kennt den Albersloher Weg, der lang durch Gremmendorf führt. Für Nicht-Gremmendorfer ist der Albersloher Weg häufig aber auch das Einzige, was sie von Gremmendorf kennen.

Kurz und gut: Gremmendorf hat keinen Ortskern, keinen markanten Punkt, an dem sich alles konzentriert. Selbst die Einkaufsmeile ist letztlich ein parallel zum Albersloher Weg verlaufender Asphaltstreifen.

Doch was nicht ist, kann ja noch werden. Große Hoffnungen für die weitere Entwicklung des Stadtteiles setzt der Gremmendorfer CDU-Ratsherr Andreas Nicklas auf den Abzug der britischen Streitkräfte, der etwa Mitte des kommenden Jahrzehnts ansteht.

„Es gibt schon viele Ideen für dieses Areal“, so Nicklas, „die Schaffung neuer Einkaufsmöglichkeiten sowie eines Ortszentrums“ stünden dabei ganz oben auf der Prioritätenliste.

Gleichwohl ergibt sich damit eine neue Herausforderung: Das Kasernengelände liegt westlich des Albersloher Weges, die meisten Wohnquartiere von Gremmendorf indes östlich davon, womit sich automatisch die Frage stellen würde, wie man die trennende Wirkung dieser Verkehrsachse überwinden kann.

Dies ist Zukunftsmusik, die Umstellung von Tempo 70 auf 50 auf dem Albersloher Weg jedoch ist bereits Wirklichkeit. Polizei und Ordnungsamt haben aus Sicherheitsgründen darauf gedrängt. Wie die Gremmendorfer darauf reagieren, dürfte davon abhängen, ob die nagelneue grüne Welle nach der Umstellung noch funktioniert.

Der Herausforderer von Nicklas ist der 22-jährige SPD-Neuling Mathias Kersting. Er will einen Schwerpunkt legen auf den demografischen Wandel im Stadtteil. Da es in Gremmendorf „sehr viel Wohneigentum“ gebe, sei die Fluktuation gering. Der Nachteil: Es mangelt an Wohnungsangeboten „in der Nähe, wo alte Menschen einziehen, wenn ihnen ihr Haus zu groß wird“, so Kersting.

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