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Bienen summen aus dem PC

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Das ist ein Gewimmel, ein Schwirren und Summen: Hast du schon mal in einen Bienenstock geguckt? Die meisten Leute haben dazu kaum Gelegenheit. Das muss sich ändern, fanden Bienenforscher an der Uni Würzburg in Bayern. Sie bauten eine Menge Technik und Mini-Kameras in zwei Bienenstöcke ein, die auf dem Balkon ihres Instituts stehen. Dadurch können in Zukunft Schüler den Bienen vom PC aus bei der Arbeit zusehen. Das ist superspannend - und gestochen wird auch niemand.

Die Forscher arbeiten im Moment mit drei deutschen Schulen zusammen. Dazu kommen noch Schulen in anderen Ländern. Dort soll das Projekt als Erstes getestet werden. Etwa ab Sommer des nächsten Jahres sollen auch andere Schulen die Lernplattform nutzen können.

Alle Bienen sollen dafür extra markiert werden - damit man jedes einzelne der rund 40 000 Insekten erkennen und rund um die Uhr beobachten kann. Wie, das ist noch geheim. Das wollen die Forscher erst mal noch nicht verraten.

Am PC können die Schüler die unterschiedlichsten Dinge über Bienen lernen und erforschen. Schüler einer 7. Klasse in einer Hamburger Schule wollen zum Beispiel untersuchen, welche Aufgaben bestimmte Bienen im Stock übernehmen und wie viel Honig gesammelt wird. Die Schüler können aber auch das Leben einer einzelnen Biene mitverfolgen. Auch das Gesumme der Bienen wird aufgenommen. So kann man etwa beobachten, welche Geräusche Bienen vor einem Gewitter machen.

Honigbienen sind echte Schwerstarbeiter. Um ein Kilo Honig herzustellen, müssen die Arbeiterinnen drei Kilo Nektar zusammentragen. Jede fliegt etwa zwölfmal am Tag aus. Sie sucht meist ein bis zwei Kilometer um den Bienenstock herum nach Blüten. Aus ihnen saugen die Bienen Nektar auf. Er reift später im Stock zu Honig aus. An den Blüten pudern sich die Bienen mit Pollenkörnern ein. Die tragen sie dann auf andere Blüten und bestäuben sie dabei. Honigbienen leben in Staaten mit vielen Tausend Tieren. Sie fressen vor allem Nektar, Pollen und Honigtau, den Blattläuse ausscheiden. All das können die Schüler vom PC aus beobachten. Nur schade: Den Bienenhonig können die Zuschauer aus der Ferne natürlich nicht probieren.

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