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Neue Forensik in Münster

Bischof und Ministerin weihen Klinik für Straftäter ein

Stefan Werding

Münster - In Münster-Amelsbüren weihen Bischof Felix Genn und NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens am Mittwochmorgen (11. Mai) die neue Klinik für psychisch kranke Straftäter ein.

In der Einrichtung werden intelligenzgeminderte Patienten behandelt, die Straftaten begangen haben. Anwohner fürchten, dass es durch die Patienten zu Übergriffen kommt. Die Bewohner wurden wegen Körperverletzungen, Brandstiftungen oder Sexualstraftaten auf unbefristete Zeit in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Die 54 Männer werden am 3. Juni in zwei Bussen nach Münster gebracht. Sie haben bislang in Lippstadt-Eickelborn gelebt und sollen in Münster therapiert werden. Träger der Einrichtung ist der Orden der Alexianer, der in unmittelbarer Nähe unter anderem Menschen mit Behinderungen betreut.

Der Standort in Münster ist der fünfte und damit letzte, der in Nordrhein-Westfalen gebaut wurde, um die Forensik in Lippstadt-Eickelborn zu entlasten. Er ist gebaut wie ein kleines Dorf mit Kapelle, Turnhalle, drei Wohnhäusern, einer Art Marktplatz und einem Verwaltungsgebäude. Ein 5,50 Meter hoher, über ein Kilometer langer Zaun soll verhindern, dass die Bewohner das Gelände verlassen können. Schwerpunkt der Therapie wird neben Gesprächen Arbeit und Bewegung sein.

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