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Lettmann Abschied

Bistum geballt auf den Beinen

Maria Meik

Münster. Das Bistum Münster war gestern geballt auf den Beinen. Bereits mittags stellten sich Gläubige in die lange Schlange, um am Geburtstag des Bischofs im Pontifikalamt Gott zu danken. Für einen Bischof, der 28 Jahre lang als wahrer Menschenfreund wirkte.

Michael Hintemann aus Amelsbüren schob als Parkwächter Dienst und lotste die Autos auf dem Domplatz an ihren rechten Platz. Im eigentlichen Leben ist er Chef der Gärtner im Generalvikariat. „Ich werde meinen Bischof auf jeden Fall vermissen. Gut, dass er nicht wegzieht.“

Aus Altenberge kam Rita Harpering gestern angereist. Sie schätzt an Bischof Lettmann, dass er sehr weltoffen sei. „Er ist überall beliebt und hat Ausstrahlung.“

Auch Schwester Diethilde von den Mauritzer Franziskanerinnen ließ sich das Ereignis nicht entgehen. Mit einem Höckerchen unterm Arm stellte sie sich brav in die Reihe. „Der Bischof war einmal in unserem Haus in Cloppenburg. In einem Kalender hat er ein Foto von sich entdeckt und gemeint: „Das bin ich bei euch.“

Anna Haarmann hatte gestern eine tragende Aufgabe und war für den DJK-Sportverband mit einem Banner vertreten. Sie schätzt besonders am Bischof, dass er sich für katholische Jugendverbände engagiert und sie unterstützt hat. „Er war bei uns eine tragende Säule“.

Während platzmäßig im Dom nichts mehr ging, gab es in Überwasser noch Sitzplätze in den hinteren Reihen. Zwei Kerzen brannten vor der Leinwand, auf der das Pontifikalamt übertragen wurde.

Danach stand die große Geburtstagssause in der Halle Münsterland an. Mit Brezel, Baumkuchen und unzähligen Bistumskindern.

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