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Rot Weiss Ahlen

Blick wird nicht nach unten gesenkt

Niklas Groß

Ahlen - Mal zeigten sie sich geduldig, mal gaben sie sich impulsiv. Mal meißelten die rot-weißen A-Junioren mit aller Sorgfalt an einem Treffer, mal probierten sie es mit einem „Hammer“ aus der Distanz. Allein, die Preußen-Mauer fiel nicht. Mehr noch: Am Samstag entführten die Gäste aus Münster gar alle drei Zähler aus Ahlen, nachdem Julian Westermann in Minute 60 den Siegtreffer zum 1:0 per Elfmeter besorgt hatte. Mangelnder Einsatz ließ sich den Gastgebern aus Ahlen nicht nachsagen, die Adlerträger aber hielten dagegen und ließen sich einfach nicht mürbe machen, wie ursprünglich von RW-Trainer Andree Kruphölter anvisiert. Preußen verteidigte kompakt und clever und vereinzelt auch mit unfairen Mitteln - der Ex-Ahlener Nico Hecker sah bereits nach 35 Minuten die Gelb-Rote-Karte. „Wie auch immer. Dem blanken Ergebnis nach hat Münster alles richtig gemacht, wir alles falsch“, so ein sichtlich ernüchterter Kruphölter.

Zu keiner Zeit hatten seine Schützlinge eine Lücke in der Münsteraner Mauer gefunden. Was RW produzierte, waren allenfalls Halb-Chancen. „Das kommt häufig vor gegen Mannschaften, die nur verteidigen. Nur eine von diesen kleineren Gelegenheiten muss dann einfach sitzen“, so Kruphölter. Auch in Überzahl tat sich der Tabellensiebte schwer, besaß zwar mehr Spielanteile, nicht aber ein Übergewicht im Mittelfeld. Erst als RW umstellte und Kevin Schulzki ab Minute 64 den „freien Mann“ auf dem Feld gab, konnten die Hausherren den Druck erhöhen. Gefährlich wurde es vor dem Gäste-Gehäuse dennoch nur noch einmal, als Ismail Budak in der Schlussminute den Ausgleich verpasste. Nach der 0:1-Niederlage hat RW „nur“ noch einen Vorsprung von sieben Zählern auf die Abstiegsränge. Den Blick nach unten lehnte Andree Kruphölter nach Spielschluss jedoch ab: „Es gibt keinen Anlass nach unten zu gucken, so eine Partie kann man verlieren. Wir haben alles gegeben und treffen auch noch auf Teams, die nicht nur mauern wie Münster, sondern ebenfalls Fußball spielen. Dann ergeben sich automatisch mehr und bessere Gelegenheiten.“

RW A: Stiepermann - Volkmer, Kurtovic, Dahlhoff, Blesz (64. Schulzki) - Mutlu (85. Gorzon), Schmidt (82. Giffey), Meschede, Schnier - Kocabas, Mehovic (60. Budak)

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