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Blitzableiter schützen das Haus

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Sie lassen für Bruchteile von Sekunden den Himmel aufleuchten: Blitze. Für den Menschen können sie sehr gefährlich sein. Drei Blitzeinschläge haben in der Nacht zu Mittwoch in Münster für Angst und Schrecken gesorgt. Eine 90-jährige Frau starb sogar bei einem Feuer, ausgelöst durch einen Blitzeinschlag.

Wer kennt das nicht? Mitten in der Nacht wird man von einem lauten Gegrummel geweckt. Schaut man aus dem Fenster sieht man, dass der Himmel auf einmal hell aufleuchtet. Und wieder gibt es ein lautes Grummeln. Da bekommt der ein oder andere schon ein bisschen Angst. Doch keine Panik: Mit einem Blitzableiter ist man vor Blitz und Donner gut geschützt, so dass man ruhig weiterschlafen kann.

Schon der Name beschreibt seine Funktion: Ein Blitzableiter besteht aus einer hochragenden Metallstange. Diese Stange befindet sich am Schornstein des Hauses. Es ist die höchste herausragende Stelle. Denn ein Blitz schlägt immer am höchsten Punkt der Umgebung ein. Von der Metallstange wird der Blitz weiter über Leitungen an den Hauswänden bis in die Erde geleitet. Sie fängt den Blitz auf, leitet ihn auf dem kürzesten Weg in die Erde; der Blitz kommt so nicht mit dem Haus in Berührung.

Doch allein mit dem Blitzableiter auf dem Schornstein, der auch äußerer Blitzschutz genannt wird, sind elektronische Geräte im Haus nicht vor einem Blitzeinschlag geschützt. Damit man auch bei einem Gewitter gemütlich Fernsehen schauen, mit dem Computer spielen oder mit dem CD-Player Musik hören kann, ist auch innerer Blitzschutz nötig. Denn auch Kabel und Leitungen fangen Blitze wie der Blitzableiter auf dem Dach auf, leiten sie direkt in Fernseher und Radio; dabei zerstört der Blitz die Geräte. Der innere Blitzschutz ist in den vielen verschiedenen Kabeln und Leitungen, dem Stromkreis, eingebaut und funktioniert genau wie der Blitzableiter.

Sicher ist man in einem Auto oder im Flugzeug. Blitze werden durch die äußere Metallhülle und über die Reifen in die Erde abgeleitet. Autos und Flugzeuge sind Faradaysche Käfige, in denen die Passagiere vor Blitzen geschützt sind. Das hat der englische Physiker Michael Faraday, nach dem das Prinzip benannt ist, schon im 19. Jahrhundert entdeckt.

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