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Auch zwei Hotels und ein Altenheim betroffen

Bomben in Rheine: 300 Bürger müssen Wohnungen räumen

wn

Rheine. Die beiden in der Ems liegenden Fünf-Zentner-Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg sollen am Sonntag, 4. Oktober, geräumt werden. Dies teilte am Mittwoch die Stadtpressestelle mit. Gemeinsam mit den Kampfmittelräumern, der Polizei und Wasserschutzpolizei hat die städtische Ordnungsbehörde die Bombenräumung minutiös geplant und den dafür einzuhaltenden Sicherheitsbereich festgelegt. Der zu sperrende Innenstadtbereich wird mit über 50 Helfern der Basisorganisationen sowie mit Polizeibeamten gesichert. Ein Zugang zu diesem Gebiet bleibt während der Dauer der Bombenräumung untersagt.

Zusätzlich müssen die zwischen der Nepomukbrücke und dem Schleusenkanal liegenden Wohnungen an der Mühlenstraße wie auch am Timmerman/Bernburgplatz von morgens 9 Uhr bis zum Ende der Räumarbeiten verlassen werden. Gleiches gilt für die am Emsufer liegenden Hotels und für das Altenzentrum am Humboldtplatz. Nähere Einzelheiten zu dem Sicherheitsbereich ergeben sich aus einem Lageplan, den die Stadt heute noch veröffentlichen will.

Die betroffenen 300 Bürger werden in den kommenden Tagen von der städtischen Ordnungsverwaltung mittels Flugblatt über Einzelheiten informiert. Für dann noch offene Fragen hat die Verwaltung eine Hot-Line unter der Telefonnummer(05971) 939-318 eingerichtet.

Für die von der Räumung betroffenen Bewohner wird in der Elisabeth-Hauptschule an der Mittelstraße 45 ein Aufenthaltsraum bereitgestellt. Für Gehbehinderte wird ein Fahrdienst eingerichtet. Wie lange die Räumarbeiten dauern, hängt vom Schwierigkeitsgrad der Bergung ab.

Für die Bergung der beiden Bomben mit unbekanntem Zündmechanismus wird eigens ein Katamaran zu Wasser gelassen. Mit einer darauf befindlichen Hebevorrichtung werden die von der Freiwilligen Feuerwehr freigespülten Bomben an Deck gehoben und dort vom Kampfmittelräumdienst entschärft.

Eine der beiden Bomben war Ende August bei der Suche nach einem vermissten Mann in der Ems von den Tauchern der Freiwilligen Feuerwehr entdeckt worden. Eine genaue Untersuchung der Fundstelle durch Taucher des Kampfmittelräumdienstes brachte Anfang September Gewissheit und führte dann noch zu dem Fund der zweiten Bombe.

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