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Brandstiftung an Gymnasium: Zwei 16-Jährige stehen unter Verdacht

Michael Baar

Lengerich - Sind die Brandstifter, die im Hannah-Arendt-Gymnasium Feuer gelegt haben, ermittelt? Die Polizei hat am Montag mitgeteilt, dass zwei 16-Jährige in Verdacht stehen, in dem Gebäude als Brandstifter aktiv geworden zu sein. In der Nacht zum Dienstag sowie in der Nacht auf Samstag haben unbekannte Eindringlinge versucht, Feuer zu legen.

Ob die unter Verdacht stehenden Jugendlichen für beide Schadensereignisse als Täter in Frage kommen, „wird von den Kollegen zurzeit noch ermittelt“, sagt Udo Potthoff. Der Pressesprecher der Kreispolizeibehörde räumt auf Nachfrage ein, dass beide Heranwachsenden Kontakt zum Gymnasium haben beziehungsweise gehabt haben.

Um in das Gebäude zu gelangen, haben die Täter Fensterscheiben eingeschlagen und an mehreren Stellen Brände gelegt. Zum Glück breiteten sich die Feuer nicht aus. Im Gebäude ist durch die Rauchentwicklung erheblicher Sachschaden entstanden. An welchen Stellen genau die Einbrüche verübt worden sind, werde aus Ermittlungsgründen nicht mitgeteilt, erläutert Udo Potthoff im Gespräch mit den WN.

Auf die Spur gekommen ist die Kriminalpolizei den Verdächtigen an einer nahe gelegenen Tankstelle, heißt es in einer Mitteilung. Dort hatten zwei Jugendliche mehrere Benzinkanister befüllt und den Sprit bezahlt. Die Beamten ermittelten die Personalien der beiden Heranwachsenden. „Das war klassische Polizeiarbeit“, kommentiert der Pressesprecher und freut sich, dass die Kollegen so schnell fündig geworden seien.

Beim Besuch der beiden Jugendlichen sind in deren Wohnung Bekleidungsstücke mit „eindeutigem Benzingeruch sichergestellt“ worden. Nach anfänglichem Leugnen, bei dem sie sich in Widersprüche verstrickt haben, hätten die 16-Jährigen den Vorfall im Hannah-Arendt-Gymnasium eingeräumt. Die benutzten Benzinkanister sind von den Beamten in einem Waldgelände gefunden und sichergestellt worden.

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