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USC Münster

Brinkmann schaltet Anwalt ein

Münster - Ungeachtet des Comebacks auf dem Spielfeld mit zuletzt fünf Siegen in sechs Spielen bleiben die Zeiten für den USC Münster hart. Finanziell drücken den Frauenvolleyball-Bundesligisten Verbindlichkeiten in erheblicher Höhe...

Wilfried Sprenger

Münster - Ungeachtet des Comebacks auf dem Spielfeld mit zuletzt fünf Siegen in sechs Spielen bleiben die Zeiten für den USC Münster hart. Finanziell drücken den Frauenvolleyball-Bundesligisten Verbindlichkeiten in erheblicher Höhe. Und nun kommt auch noch interner Ärger hinzu. Es gibt einen ordentlichen Zank zwischen Club und Außenangreiferin Anika Brinkmann.

Die 22-Jährige war zuletzt beim Erfolg über den VfB Suhl am 8. Februar im Erstligateam eingesetzt worden. Danach blieb sie unberücksichtigt. Aus gutem Grund, wie Jürgen Schulz sagt. „Was Kraft und Ausdauer angeht, ist Anika zurzeit schlicht und einfach nicht erstligatauglich“, erklärt der langjährige Sportliche Leiter der Unabhängigen. Um diesen Zustand zu ändern, soll sich Brinkmann einem „Sondertrainingsprogramm“ unterziehen. Dies ist der Auszubildenden beim münsterischen Hauptsponsor LVM auch bereits mitgeteilt worden. Offenbar findet die Maßnahme nicht den gewünschten Anklang. Jedenfalls haben die Eltern der Spielerin, die in Emlichheim zu Hause sind, einen dort ansässigen Rechtsanwalt beauftragt, die Interessen ihrer Tochter zu vertreten. Das hört sich nach einer Klage an. Genaues war gestern nicht zu erfahren. Die Sache ist ein wenig nebulös und möglicherweise mehr als eine rasch aus der Welt zu schaffende Verstimmung.

Der USC hat Anika Brinkmann in der vergangenen Woche vom Training freigestellt. „Damit sie einmal den Kopf frei bekommt“, sagt Schulz. Der Sportliche Leiter rechnet mit einer raschen Lösung des Konflikts. „Anika hat einen Vertrag bis 2010. Und wir wollen doch keine Spielerin verlieren, die uns helfen kann.“

Losgelöst von den jüngsten „Turbulenzen“ sagt Schulz, dass sich Brinkmann in der Vergangenheit nicht immer mannschaftsdienlich verhalten habe. „Dass ihre Mitspielerinnen dies nicht gut finden, ist nur natürlich. Gerade in unserer jetzigen Situation, in der wir nur als wirkliches Team bestehen können.“

Anika Brinkmann wechselte 2005 vom SC Union Emlichheim zu den Unabhängigen. Zur Jahreswende 2006/07 gab es schon einmal Probleme im Verhältnis zwischen Verein und Spielerin. Der damalige Vorstandssprecher Hans-Ulrich Frank kündigte seinerzeit die Trennung von Brinkmann an. Vollzogen wurde sie nicht. Schon wenige Monate später verlängerte der deutsche Rekordmeister den Vertrag mit der quirligen Volleyballerin,

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