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Brüchiger Beton - ISV verliert bei Arminia 1:2

Henning Meyer-Veer

Ibbenbüren. Kein Spektakel, sondern dann doch Catenaccio - als in Schierloh am Sonntagnachmittag das Derby der Fußball-Bezirksliga zwischen Arminia Ibbenbüren und der ISV angepfiffen war, zeigt sich sehr schnell, mit welchem taktischen Mittel die Gäste versuchen würden, den einen oder anderen Punkt zu entführen:

Peter Schmidt rührte Beton an und zwar nicht zu knapp. Doch sein Beton erwies sich als brüchig, denn am Ende behielten die Gastgeber die Nase vorn und siegten hochverdient mit 2:1 Toren. Dabei verpassten sie es, das Ergebnis noch weitaus höher zu gestalten. Dennoch: Die DJK Arminia grüßt nach dem zweiten Spieltag als Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga.

Lange Zeit hielt das Bollwerk, das Ex-Armine Schmidt um den eigenen Strafraum herum errichtete, aber ganz ordentlich. Arminia hatte gegen teilweise neun ganz, ganz tief stehende Akteure der ISV Mühe, zu zwingenden Torchancen zu kommen. Erst in der 44. Minute zeigte das Werk von Baumeister Schmidt einen ersten Riss, als nach einem Freistoß sich kein Abwehrspieler für Sebastian Ullrich zuständig fühlte, der prompt zum 1:0 traf.

„Wir haben gepennt“, ärgerte sich Schmidt über die mangelnde Aufmerksamkeit, erntete aber von seinem Gegenüber Benjamin Hettwer dennoch Lob für die Konsequenz des Mauerns. „Die ISV hat taktisch hinten gut gestanden und wenig zugelassen.“

Für das Niveau des Spiels war der Treffer der DJK indes ein wahrer Segen, denn nun war die ISV gezwungen, aufzumachen und sich etwas mehr am Spiel zu beteiligen.

Kamen die Gäste in der ersten Hälfte nur dann in die Nähe des Arminen-Tors, wenn auf den Außenbahnen Daniel Lürwer und Andreas Börgel die einzige Spitze Lukas Börgel unterstützten, rückte nun auch das Mittelfeld nach. Das wiederum eröffnete den Gastgebern Gelegenheiten, wenn es ihnen gelang in die so entstehenden Löcher in der ISV-Mauer hineinzustoßen. Es wurde unterhaltsam.

Vor allem deshalb, weil jetzt auch Arminen-Keeper Georg Rohlmann am Spiel teilnehmen durfte. Verfehlte ein Kopfball von Daniel Lürwer in der 64. Minute sein Gehäuse noch knapp, machte der ISV-Angreifer es vier Minuten später besser. Einen scharfen Flachschuss von Flamur Beqiri konnte Rohlmann gerade noch abwehren, Lürwer war zur Stelle und staubte den Abpraller zum Ausgleich ab - 1:1.

Doch lange sollte Peter Schmidt an diesem Treffer keine Freude haben. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau verwertete Benjamin Basler einen abgewehrten Schuss zum 2:1 - sehr zum Ärger Schmidts. „So ein unnötiger Fehler im Spielaufbau darf natürlich überhaupt nicht passieren.“

Danach mühte sich die ISV im Rahmen ihrer Möglichkeiten um den Ausgleich und fing sich immer wieder Konter. Zwei Mal Sebastian Ullrich, zwei Mal Maximilian Walkenhorst und ein Mal Kevin Torka hätten das Ergebnis noch höher schrauben müssen, doch es blieb bein einem am Ende schmeichelhaften 2:1.

DJK-Coach Benjamin Hettwer freute sich dennoch. Die vermasselten Chancen am Ende seien zwar absolut ärgerlich. Vor dem Start hätte er zu einem Remis okay gesagt, „jetzt nehmen wir schmutzige drei Punkte mit, und das ist auch für uns zufriedenstellend.“

WEITERE PARTIEN IN DER BEZIRKSLIGA

Entsprechend glücklich und zufrieden war Interimscoach Thomas Werthmöller nach dem Schlusspfiff: „Wir haben alle Vorgaben eingehalten.“

Bereits nach 20 Minuten führten die Teutonen in Rheine mit 2:0, jeweils nach perfekt vorgetragenen Kontern über die linke Seite. Zunächst war Johannes Klostermann in der 9. Minute erfolgreich, Gerrit Bringemeier legte dann zum 2:0 nach.

Mit der Führung im Rücken kontrollierte der Aufsteiger das Geschehen, ließ kaum zwingende Möglichkeiten zu. Erst als Niklas Plake das 3:0 erzielt hatte (48.), wurde es erstmals richtig gefährlich für Riesenbecks Keeper Andreas Huil, doch die Latte rettete für Huil.

Kurz vor Schluss markierte Johannes Klostermann mit seinem zweiten Treffer den Endstand.

Teuto Riesenbeck: Huil; Dierkes (70. Pelster), Upmann, Schröer, Willers, Bringemeier (57. Gremme), Helmig, C. Plake - J. Klostermann, N. Plake (80. M. Klostermann).

Tore: 0:1 J. Klostermann (9.), 0:2 Bringemeier (21.), 0:3 N. Plake (48.), 0:4 J. Klostermann (85.).

Eine Niederlage, die Klaas wohl als unnötig einstufen dürfte. Zum einen, weil beide Gegentreffer durch Kannenbrock in der 14. und 22. Minute Zuordnungsproblemen in der Deckung entsprangen, und zum anderen, weil die Hopstener zwei völlig verschiedene Halbzeiten auf den Rasen legten.

„In der ersten Halbzeit waren wir nicht präsent, wir waren zu passiv, zu brav“, kritisierte Klaas die Einstellung seiner Spieler. „In der zweiten Halbzeit war es dann ein völlig anderes Spiel“, so Klaas weiter. Seine Mannschaft erarbeitete sich eine ganze Reihe von Chancen. „Ein Unentschieden war durchaus im Bereich des Möglichen“, analysierte der Hopstener Trainer nach der Partie.

Und wenn seine Mannschaft 90 Minuten lang das Niveau der zweiten 45 Minuten geboten hätte, vielleicht sogar noch mehr. „45 Minuten reichen aber nicht“, so Klaas. „Wir müssen selbstbewusst auftreten, dann wird das was.“

Westfalia Hopsten: Donnermeyer; F. Menger, Hembrock, Weßling, Rocho (70. Lehmann), Lampe, Uphaus, Michel, Pruß (35. D. Menger), Kleinberns, Lammers.

Tore: 0:1, 0:2 (Kannenbrock (14. und 22.).

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