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Online-Buchhändler setzt auf Umsatzwachstum

Buch.de will größeres Stück

Jürgen Stilling

Münster - Buch.de steckt in einer ganz entscheidenden Phase - da ist sich Albert Hirsch, Vorstandssprecher des münsterischen Online-Buchhändlers, ganz sicher. „Jetzt ist es Zeit, sich Marktanteile zu sichern“, betonte Hirsch am Donnerstag bei der Bilanzvorlage in Münster.

Buch.de setzt deshalb im Augenblick vor allem auf Umsatzwachstum und nimmt einen schrumpfenden Gewinn in Kauf. „Der Fokus liegt momentan nicht auf Ertragssteigerungen - der Ertrag kommt dann später“, stellte der Vorstandssprecher klar.

Um dieses Wachstum voranzutreiben, werde Buch.de bis zum Jahresende in Münster gut 50 neue Mitarbeiter einstellen, kündigte Hirsch an. In Münster arbeiten dann rund 170, konzernweit gut 200 Menschen für Buch.de. Die neuen Mitarbeiter werden unter anderem benötigt, um die Technologie-Plattform weiterzuentwickeln.

Die Unternehmensstrategie wird auch in den Bilanzzahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahrs 2010/11 (Oktober bis Dezember) deutlich: Während der Umsatz um über ein Drittel auf 40,5 Millionen wuchs, sank der Vorsteuergewinn um mehr als neun Prozent auf 561 000 . Weil in diesem Quartal die wichtigste Periode für Buch.de - das Weihnachtsgeschäft - enthalten sei, könne er schon eine fundierte Prognose für das komplette Geschäftsjahr abgeben, betonte Hirsch.

Für das Gesamtjahr, das am 30. September endet, erwartet der Vorstandssprecher einen Umsatzanstieg um 25 bis 40 Prozent. Das Vorsteuerergebnis soll auf 600.000 bis 900.000 wachsen. Nicht sehr optimistisch, denn die Untergrenze dieses Zielkorridors wurde schon im ersten Quartal fast erreicht. Allerdings hatte der Gewinn im Rumpfgeschäftsjahr 2010 (Januar bis September) lediglich bei 222 000 gelegen. Der Konzernumsatz war, wie berichtet, in diesem verkürzten Geschäftsjahr um 36,5 Prozent auf 73,7 Millionen gewachsen.

Wichtigster Umsatzbringer ist bei Buch.de mit einem 80-prozentigen Absatzanteil das Buch. Aber Musik, Hörbücher, Filme, Spiele, Software und einige elektronische Artikel werden ebenso verkauft. Auch E-Books werden immer öfter bestellt. Hirsch erwartet für dieses Produkt bereits in fünf bis sechs Jahren einen Marktanteil von über fünf Prozent.

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