1. www.wn.de
  2. >
  3. Archiv
  4. >
  5. Bunter Trubel in Sydney

  6. >

Archiv

Bunter Trubel in Sydney

Johannes Loy

Zehntausende Jugendliche schwenken Fahnen, sitzen in der Sonne und reden in vielen Sprachen durcheinander. Die Stimmung ist fröhlich und gelassen. So sieht es derzeit in Sydney in Australien aus. In der Stadt hat gestern der Weltjugendtag begonnen. Die Veranstalter schätzen, dass dafür fast eine Viertelmillion Gläubige aus 170 Ländern angereist sind.

Viele von ihnen kommen von weit her. Am Flughafen warteten Gruppen aus Brasilien in Südamerika, aus Italien oder Irland in Europa und aus Nigeria in Afrika auf den Bus in die Stadt. Auch rund 280 junge Katholiken aus dem Münsterland haben die lange Reise auf sich genommen.

Tausende Gläubige hatten schon die Nacht vor einer Kathedrale in Sydney verbracht. Dort zählte eine elektronische Uhr die Sekunden bis Mitternacht. Dann blinkte ein „G'day pilgrims!“ auf. Das heißt: „Tach Pilger!“ – und alle jubelten. Am Tag erlebten sich 150 000 Gläubige den Eröffnungsgottesdienst mit. Der Regierungschef Australiens, Kevin Rudd, begrüßte sie alle.

Der Weltjugendtag in Australien ist etwas kleiner als sonst. Viele erinnern sich noch an den Weltjugendtag 2005 in Köln, als rund 800 000 Dauergäste kamen und sich zum Schluss sogar eine Million Gläubige zum Schlussgottesdienst in einem alten Braunkohle-Tagebau versammelten. Australien liegt halt am anderen Ende der Welt, die Flugreise dauert viele Stunden. Außerdem ist Australien ein Land, in dem die Katholiken deutlich in der Minderheit sind. Der deutsche Papst, Benedikt XVI., wird am Donnerstag offiziell im Hafen von Sydney begrüßt. (dpa/) Mehr zum Thema im Online-Portal unserer Zeitung.|

Startseite