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IVZ-Lokalfenster - Tecklenburger Land

Bürgermeisterin neuen Ideen gegenüber offen

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Ibbenbüren/Gourdon. Gerade feierte Ibbenbüren seine 40-jährige Städtepartnerschaft mit Hellendorn. Aber Ibbenbüren pflegt noch andere Partnerschaften, beispielsweise seit 2001 mit der französischen Stadt Gourdon. Marie-Odile Delcamp, Mitglied der sozialistischen Partei Frankreichs, hat bei der französischen Kommunalwahl im März 2008 mit großem Vorsprung gegen die bisherige Amtsinhaberin, Arlette Feixa, das Rathaus der Stadt Gourdon erobert. Brigitte Striehn hat mit ihr über die Umsetzung neuer Ziele der Kommunalpolitik und über Perspektiven der Städtepartnerschaft mit Ibbenbüren gesprochen. Gemeinsam mit Guilhaume Loiseleur des Longchamps, Direktor der Musikschule und Mitglied des „Comité de Jumelage“ (Städtepartnerschaftskomitees) von Gourdon, erläuterte sie zudem die bisherigen gemeinsamen Aktivitäten und zukünftige Vorhaben.

Madame Delcamp, stehen Sie der europäischen Idee offen gegenüber?

Delcamp: Als wir nach der Wahl in das Rathaus einzogen, haben wir viel mit Guilhaume des Longchamps darüber gesprochen. Die europäische Idee ist sehr wichtig, aber sie ist sicher nicht das erste Problem, mit dem man sich beschäftigt, wenn man die neue Bürgermeisterin ist. Auf jeden Fall werden wir kontinuierlich weiterführen, was an Vereinbarungen vorher getroffen wurde. Und möglicherweise kann – bei entsprechenden Vorschlägen – der Austausch verbessert werden. Wir sind jedenfalls allen neuen Ideen gegenüber offen.

Sie haben in einem Interview vor den Wahlen gesagt, dass in Gourdon „alles zu tun“ sei. Welches sind heute, nach fünf Monaten Amtszeit, Ihre Prioritäten?

Sie hatten während Ihrer Wahlkampagne angekündigt, alle tatkräftigen Bürger um sich zu versammeln. Zählen sie dazu auch das „Comité de Jumelage“?

Delcamp: Meine Tochter ist schon zwei Mal zum Schüleraustausch in Ibbenbüren gewesen, ein Sohn auch. Das war vor etwa zehn Jahren. Und im Schuljahr 1998/99 hatten wir einen Gast aus Ibbenbüren in der Familie. Ich warte auf Vorschläge, um zu sehen, was für uns möglich ist. Das ist immer eine Frage des Geldes, aber es gibt auch Dinge, die man machen kann, ohne viel auszugeben.

Es ist vorgesehen, dass im nächsten Jahr etwa 35 Schüler nach Gourdon fahren und unsere jungen Musiker sind ebenfalls an einem Gegenbesuch interessiert. Es ist sicher, dass die Schüleraustausche die Basis unserer Partnerschaft sind. Voraussetzung ist auch, die deutsche Sprache in Gourdon und die französische Sprache in Ibbenbüren zu erlernen. Können wir darauf zählen, dass Sie sich im Verwaltungsrat der Schulen dafür einsetzen, dass in den Klassen weiterhin Deutsch gelehrt wird?

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