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Büring lobt Horemans: „Überragend“

Münster. An den vergangenen beiden Wochenenden wussten die USC-Spielerinnen oft nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. Einerseits durften sie stolz auf die gezeigten Leistungen sein. Andererseits gingen die Partien mit Schwerin und Dresden 1:3...

Wilfried Sprenger

Münster. An den vergangenen beiden Wochenenden wussten die USC-Spielerinnen oft nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. Einerseits durften sie stolz auf die gezeigten Leistungen sein. Andererseits gingen die Partien mit Schwerin und Dresden 1:3 verloren. Da hat die Fröhlichkeit halt Grenzen.

Gestern kannte sie keine. Stellenweise sprudelte die Freude sogar über. Arm in Arm drehten sich die erfolgreichen Protagonistinnen (inklusive der Verletzten) schon kurz nach dem Abpfiff im Kreis, mittendrin Anna Hoja, 16 Jahre jung, Internatsschülerin, zweifelsfrei ein Talent. Hoja hatte gestern erstmals Einsätze im Erstligateam und bestand die Feuertaufe ohne Fehl und Tadel.

Beinahe schon fest dazu gehört Stefanie Golla. Die 23-Jährige bekleidete zum dritten Mal in Folge den Libera-Part. Und löste ihre Aufgabe nach anfänglichen Wacklern gut. „Es hat super viel Spaß gemacht. Der Zusammenhalt war großartig. Auch nach dem dritten Satz. Ach, es freut mich immer, wenn ich in dieser Mannschaft mitspielen kann“, sagte Golla.

Zumindest bis zum Ende der laufenden Serie wird das Leichtgewicht noch in der Ersten Liga für den USC am Ball sein. Schon mit dem zweiten Einsatz in Dresden hatte sie sich festgespielt. Ob sie Libera bleibt, steht auf einem anderen Blatt Papier. Denn auch die angeschlagene Lisa Thomsen, eigentlich gesetzt auf dieser Position, drängt zurück ins Team. Gestern half sie als Annahme- und Abwehrspielerin aus. „Wenn ich richtig fit bin, will ich aber wieder Libera spielen“, kündigte sie an.

Die Entscheidung darüber obliegt Trainer Axel Büring. Nach krankheitsbedingter Pause kehrte der 41-Jährige gestern an die Linie zurück. Und hatte viel Freude am Spiel der Seinen. Ein Sonderlob zollte er Mittelblockerin Gwendoline Horemans. „Sie war überragend“, meinte Büring. Der gesamten Mannschaft bescheinigte er, „ohne Furcht gespielt zu haben.“ Eine wichtige Erkenntnis sei, „dass wir auch enge Sätze gewinnen können. Egal, ob wir zwischenzeitlich führen oder hinten liegen.“ Bürings erster Weg nach Spielende führte übrigens zu Assistent Thomas Holthaus. Der hatte in Abwesenheit des „Chefs“ gemeinsam mit Til Kittel den Grundstein für die Aufbruchstimmung auf dem Feld gelegt.

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